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Eisbrecher: Schock

Himmel, Arsch und Zwirn!
Wertung: 8,5/10
Genre: NDH / Modern Rock
Spielzeit: 52:30
Release: 23.01.2015
Label: AOR / Sony Music

Eisbrecher sind wieder da. Bereits das sechste Studioalbum bringen die Münchner um den charismatischen Frontmann Alex Wesselsky nun schon heraus. Wer jetzt aber denkt, dass die Formation einfach da weitermacht, wo sie mit „Die Hölle muss warten“ aufgehört hat, der irrt.
Schon das Cover mutet martialischer an als das letzte. Der Eisbär, der einen da anstiert, lässt einen frösteln. Also ab auf den Plattenteller mit der Scheibe. Kaum beginnt das Schauspiel mit „Volle Kraft voraus“, da wird unmissverständlich klar, dass die Bayern eine Schippe draufgelegt haben. Der Opener drückt wuchtig aus den Boxen und reißt den Hörer schnell mit. Heftig stampft der Rhythmus, der jetzt zwar noch gar nicht so schnell angelegt ist, aber das kommt noch. Denn schon mit der nächsten Nummer ziehen Eisbrecher das Tempo an. „1000 Narben“ ist einer der besten Songs auf der ganzen Platte. Neben einem fetten Riff gibt es hier auch einen ziemlich geilen Text zu hören.

Richtig zackig wird es mit dem vorab schon als Single ausgekoppelten „Zwischen uns“. Im oberen Mid-Tempo angesiedelt rockt die Nummer ganz schön und geht direkt in die Beine. Beim ersten Anhören kann man die Nummer durchaus noch als etwas sperrig empfinden, aber ziemlich schnell packt einen der Groove und das durchaus schräge Duett entfaltet seinen Charme. Mit der Zeit kann man sich sogar richtig in die einzelnen Positionen der Protagonisten versetzen und den Text mitsingen.

Es ist aber nicht so, dass sich nur auf der ersten Hälfte der Scheibe einige gute Lieder befinden. Zugegeben, die Hitdichte nimmt mit dem Verlauf ein bisschen ab, aber dennoch haben sich auch unter den Liedern mit zweistelliger Zählnummer noch große Stücke versteckt. Das herausragendste Lied im hinteren CD-Bereich dürfte „Fehler machen Leute“ sein. Das härteste (neben „So oder so“) ist es auf jeden Fall. Ein knallhartes Metal-Riff wird begleitet von einem fetten Beat an den Drums. Dazu kommt, dass der Frontmann hier ein großes Stimmspektrum auspackt. Von fast flüsternd clean geht die Spanne über seine reguläre Singstimme bis zu einem schon ganz schön kratzigen Rockgesang. Alles in einem Lied.

Die Platte ist sehr gut produziert. Vielleicht kann man ihr sogar eine Überproduktion vorwerfen, aber zu Eisbrecher passt das ja ganz gut und die Band hat mit Sicherheit auch den Anspruch, ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Beeindruckend ist vor allem der Gitarrensound und die sauber herausgestellte Bassdrum.

Als Fan der Band kommt man um diese Platte nicht herum. Eisbrecher beweisen eindrucksvoll, dass sie mit den Jahren nicht nachlassen, sondern im Gegenteil noch immer weiter Fahrt aufnehmen. Das Songwriting wird immer noch besser und auch der Sänger zeigt sich immer vielschichtiger. Den Münchnern gelingt es, immer breiter aufgestellt zu sein, ohne in Klischees abzurutschen. Der Eisbrecher scheint nicht zu stoppen zu sein.

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