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Eisbrecher: Eiszeit

Es wird wieder kalt...doch bei der Musik wird warm ums Herz
Wertung: 8/10
Genre: Dark Rock
Spielzeit: 35:02 (Es standen gekürzte Promo-Versionen zur Verfügung, das fertige Produkt wird eine längere Spielzeit haben)
Release: 23.04.2010
Label: AFM Records

Man merkt, dass der Eisbrecher wieder aus dem Heimathafen ausläuft: Denn nach vielen kalten und schneereichen Monaten des Winters 2009/2010 beginnen die Kälte und das damit verbundene Eis endlich zu weichen. Mittlerweile ist dies der vierte Einsatz des Eisbrechers aus deutscher Produktion – und das Einsatzziel ist eindeutig wenigstens die Chartspitze der deutschen Albumcharts.

Ihre so ganz eigene Mischung aus dunklem Rock, markantem männlichen Gesang aus der NDH-Ecke und feinen elektronischen Elementen, die sie selbst als „elektronischen Trip-Rock“ bezeichnen, haben Alexx Wesselsky und Noel Pix auch weiterhin beibehalten und muten damit tatsächlich genauso an wie ein richtiger Eisbrecher: Ein solches Schiff benötigt eine ausreichend gewaltige Motorleistung um auch unter schweren Bedingungen ein Fortkommen zu gewährleisten. Diese treibende Kraft spürt man in den Songs, die immer grooven und dank der geschickten Kombination von Beats und Bassläufen ohne Ende nach vorne treiben, wie es gerade bei dem Song „Bombe“ der Fall ist. Bei einem echten Eisbrecher müssen zudem der Propeller und das Ruder so montiert sein, dass sie nicht durch die Eisbrecherarbeit gefährdet werden können. Auf den Sound der Band bezogen, stellt die Eisbrecherarbeit die kräftige Gitarrenfront und den starken, charakteristischen Gesang dar, welche jedoch niemals überhand nehmen, sodass zwar essentielle, aber weniger auffällige Elemente – die Synthesizer stellvertretend für Ruder und Propeller – keineswegs gefährdet werden oder zu sehr ins Hintertreffen geraten.

Frauen sind auf Eisbrechern zwar eher eine Seltenheit, aber natürlich nicht verboten: Bei dieser Fahrt befinden sich sogar auffällig viele weibliche Gefährtinnen an Bord, den ersten, eher mittelmäßigen Auftritt kann man bei dem Song „Bombe“ vernehmen, bei dem direkt folgenden Track „Gothkiller“ kann man neben Rob Vitacca ebenfalls weibliche Stimmen hören, und die Ballade „Die Engel“ stellt neben dem Song „Dein Weg“ ebenfalls ein äußerst gelungenes Duett mit zweistimmigem Gesang dar, welcher sich sofort unweigerlich in den Gehörgang frisst. Neben den melodischen Stücken der Marke „Böse Mädchen“ und „Eiszeit“, die nahezu alle einen Hymnencharakter aufweisen, bieten Eisbrecher auch auf diesem Album die typischen, regelrecht in Richtung Clubs orientierten Werke an – in diesem Fall „Amok“ oder „Supermodel“ -, die weniger auf Melodie aus sind, sondern eher auf einprägsame Parolen. Mut zum Experimentieren beweist die Band ebenfalls, so kann man bei „Gothkiller“ gar ein Gitarrensolo vernehmen, wohingegen „Amok“ nur sehr minimalen Gitarreneinsatz aufweist. Zuletzt werden bei dem Schlusslied „Der Hauch des Lebens“ dann jedoch wieder die altbewährten Stärken der Band in Einklang gebracht, stimmungsvolle Synths dominieren die ruhigen Verse, während die Gitarren den sehr harmonischen Refrain angenehm energetisch untermalen.

Ein kleines Manko ist, dass mit Tracks à la „Böse Mädchen“, „Bombe“ oder „Gothkiller“ einige Texte dabei sind, die nicht die inzwischen schon zum Standard gewordene Eisbrecher-Qualität erreichen und dass es kein Instrumental auf den Longplayer geschafft hat – das war sonst immer eine bereichernde und auflockernde Ergänzung der Alben. Aber dennoch wird dieses Album sich unaufhaltsam wie ein Eisbrecher seinen Weg in die Charts bahnen – und ganz gewiss nicht unterwegs Schiffbruch erleiden.

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