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Eisbrecher: Eiskalt

Ein Best Of, das sich gewaschen hat
Wertung: 10/10
Genre: Elektro Rock
Spielzeit: 124:29
Release: 29.04.2011
Label: Afm Records

2010 war ein absolutes Eisbrecher-Jahr. Diverse Festivals mussten eine „Eiszeit“ über sich ergehen lassen und auch verschiedene Clubs in ganz Deutschland durften einmal erleben, wie sich die „Eiszeit“ so anfühlt. Nun, 2011 ist der Terminkalender der NDH-Rocker aus München nicht weniger gefüllt. Die Gothic-Electro-Rockhits sind eingeschlagen wie ein gleichnamiger Titel der Fraktion, wie eine „Bombe“. Was liegt da näher, als an diesem Zeitpunkt des Schaffens innezuhalten und das gesamte Werk einmal kritisch zu durchleuchten und ein Best Of zusammen zu stellen. Genau das haben Eisbrecher gemacht und das Werk „Eiskalt“ getauft.

Das Album zählt nun insgesamt 28 Eisschollen und noch zwei Videos. Was mehr kann sich ein Fan vor Beginn der Festivalsaison wünschen, als ein Album, welches sie fit macht für die Konzerte der Band, die da kommen? Nun gibt es solche und solche Best Of-Alben. Eisbrecher, die dafür bekannt sind, dass sie neue Wege gehen, zeigen auch hier, dass sie anders sind. Denn das vorliegende Album „Eiskalt“ ist ein Doppelalbum, zeigt die besten Songs und zusätzlich gibt es noch reichlich Remixe, die das Fanherz höher schlagen und das Tanzbein schwingen lassen - beginnend mit dem Hit „Eiszeit“, so wie unzählige Auftritte im letzten Jahr begonnen haben. Auch der zweite und dritte Song („Vergissmeinnicht“, „Herzdieb“) sind bekannte Songs, die in allen Clubs auf Dauerrotation standen. Natürlich fehlt aber auch der Dauerohrwurm „Schwarze Witwe“ nicht auf der Münchner Werkshow, der Song, der niemals langweilig wird und auf die verschiedensten Situationen im Leben passt.

Neue Deutsche Härte vom Feinsten drängt sich hier dicht an dicht auf dem Album. Platz ist aber auch für weniger bekannte und ältere Stücke wie „Leider“. Direkt im Anschluss gibt es den Knaller „Böse Mädchen“ vom letzten Album „Eiszeit“ auf die Ohren. Generell ist hier ein Album entstanden, bei dem nicht einmal stillgestanden werden kann. Wer will das denn auch bei dieser düsteren elektronischen Powermusik?

Schön ist auch, dass der Song „This Is Deutsch“ seinen Platz gefunden hat auf dem eiskalten Silberling. Direkt und unmittelbar erscheint vor dem geistigen Auge Alexx in Lederhosen. Am Ende der ersten CD weiß man dann auch, warum es ein Doppelalbum geworden ist. Denn selbst nach sechzehn Songs überkommt einen das Gefühl der Unvollkommenheit, doch das zufriedene Seufzen, wenn der Blick auf die zweite CD fällt, lässt nicht lange auf sich warten.

CD zwei beginnt mit dem Song „Amok“ und macht einmal mehr Lust aufs Tanzen und Party machen. Eisbrecher schaffen es mit ihrer Musik immer wieder, tanzbare Rhythmen zu kreieren, die ins Blut gehen und dennoch nicht den Text aus den Augen lassen. Exakt das zeigt auch die Songauswahl auf dem jetzt erschienenen Album. Mit „Gothkiller“ ist auch eine englisch-sprachige Eisscholle des Albums „Eiszeit“ eingekehrt.

Ein Blick muss aber definitiv auch auf die Remixes geworfen werden, denn schon der Remix von Phase III des Songs „Vergissmeinnicht“ hat es in sich. Weitaus elektronischer als das Original, bekommt der Song ein neues Aussehen. So stellt sich ein Remix geschickt an, der Song bleibt seiner Linie treu, bekommt durch die Synthesizer aber den Pep, der die Tanzfläche kurzerhand in einen Hexenkessel verwandelt.

Ähnlich geschickt gehen SITD: vor mit der Umgestaltung des Song „Segne Deinen Schmerz“. Auch hier bekommt der alte Song ein neues Gewand. Die elektronischen Klänge stehen nun weit im Vordergrund und doch bleibt es unverkennbar Eisbrecher.

Jeden Remix nun zu besprechen, würde den Rahmen sprengen. Aber jeder einzelne zeigt, wie viel Potential in der schon veröffentlichten Musik der Eisbrecher steckt, dass obwohl schon brillanter Veröffentlichungen noch soviel mehr in ihnen steckt. Dieses Best Of ist ein Muss für jeden Fan, aber auch für jeden, der Eisbrecher im letzten Jahr auf den Festivals kennen gelernt hat und nun die Sammlung beginnen will. Mehr bleibt an dieser Stelle nicht mehr zu sagen.

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