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Edenbridge: The Bonding

Pompöser Melodic Metal ohne jede Spur Kitsch
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Metal
Spielzeit: 58_49
Release: 21.06.2013
Label: SPV/Steamhammer

Edenbridge - in der Zeit, die zum einen für privaten Rückzug und zum anderen für die Erschaffung vom vorliegenden Album genutzt wurde, gab es auch einen personellen Wechsel und am Bass steht nun Wolfgang Rothbauer, bekannt unter Anderem von Zombie Inc..

Gleich neun Songs mit einer Spielzeit von einer knappen Stunde bringen die Melodic Metaller mit „The Bonding“ mit. Normal fängt man sicher nicht mit dem Schlusslicht, mit dem letzten Song eines Albums an, aber bei „The Bonding“ muss die Ausnahme zur Regel her. Der Song besticht nicht nur durch seine Länger von über fünfzehn Minuten, sondern vor allem durch das wunderschön ausgearbeitete Duett zwischen Sabine Edelsbacher und Erik Martensson. „The Bonding“-Schlusslicht und Titelsong beginnt instrumental und erzählt schon hier die Geschichte des Glaubens von nicht Sichtbarem. Wie Wellen, die am Strand dann brechen, um dann den Hauptdarstellern den Weg frei zu machen. In diesem Song kann man sich verlieren und verfolgt dennoch die Geschichte der zwei Protagonisten, die sich einen munteren Schlagabtausch liefern, der jeweils im Prechorus und im Chorus zu  explodieren droht. Ein wahrer Titelsong und keine Minute zu kurz.

Nun aber zurück zum Anfang. „Mystic River“ macht den Einstieg in das lang erwartete Album Edenbridges sehr einfach. Gut aufgebaut, bringt er das Tempo schnell heran und nach dem instrumentalen Intro zeigt Sabine, dass sie ihre Stimme in der Schaffenspause gut trainiert hat, denn hier sitzt jeder Ton und der Song geht ins Blut. Hier hat der Hörer direkt zu Beginn einen derart vielschichtigen Song, der erst nach mehrmaligem Hören seine gesamte Spannkraft entfaltet, aber doch schon beim ersten Hören gefällt.

„Alight A New Tomorrow“ beginnt flotter und ohne langes Intro. Stimmlich gefällt Sabine hier nicht so, dieses Langziehen von Worten ist unnötig. Dieser musikalische Schluckauf wird dann auch gen Mitte des Songs unterlassen. Ansonsten haben wir es auch hier wieder mit einem bis ins Detail ausgearbeiteten Song zu tun, sowohl die Lyrics betrachtend, als auch das instrumentale Arrangement.

Mit „Star-Crossed Dreamer“ bringen die Österreicher eine Ballade, die es schafft, einen Platz auf der „Repeat-Liste“ für dunkle Herbstabende zu finden. Wunderschön zusammengestellt und mit einer Sabine in absoluter Bestform dürfen aber auch die Musiker nicht vergessen, die es schaffen, dem Song etwas gang Eigenes zu geben. Eine besondere Perle ist aber auch noch der siebte Song des Albums „Shadows Of My Memory“, der hier noch besprochen werden muss. Hier geht es rasch zur Sache, die Stimmung wird direkt übertragen und die brachialen Vocals machen deutlich, dass die Schatten der Vergangenheit nicht die allerfreundlichsten sind.Edenbridge schaffen es, das zu transportieren, ohne auch nur eine Zeile gesungen zu haben. Das kommt dann später und bestätigt den anfänglichen Verdacht. Hier merkt man deutlich die zehn Jahre Erfahrung und dass die Band ihren sicheren Platz gefunden hat. Die treibenden Bässe im Hintergrund treiben den Song voran oder besser die Schatten, die einen einzuholen drohen. Wahnsinnig viel Power in den fünf Minuten.

Edenbridge schaffen es durchweg, pompösen Melodic Metal zu präsentieren, ohne auch nur ein bisschen kitschig zu wirken.

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