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Ecliptic Circle: Imperfection Of Our Past

Nicht perfekt, aber ein ansehnlicher Einstand
Wertung: 7.5/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 22:27
Release: 01.06.2011
Label: Eigenproduktion

Ecliptic Circle, das sind fünf Musiker aus Baden-Württemberg, die sich dem Metalcore verschrieben haben. Die Band hat mit „Imperfection Of Our Past“ die erste, in Eigenregie veröffentlichte EP auf den Markt gebracht. Die Scheibe beinhaltet fünf Lieder und das Intro „Elysium“, das für eine Metalcoreband sehr untypisch daher kommt. Mit Pianoklängen und einer sich langsam im Hintergrund aufbauenden E-Gitarrenwand wird eine bedrückende Stimmung erzeugt, die in den ersten Tönen des Titelsongs der Scheibe gipfelt.

Dabei klingen die ersten Takte von „Imperfection Of Our Past“ recht schrottig und man wird zwangsweise an eine schlechte Proberaumaufnahme erinnert. Dieser Umstand hat bestimmt einige Schreiberlinge beim ersten Hördurchgang erschreckt. Als dann aber der Gesang einsetzt, ändert sich der Klang der Scheibe maßgeblich und aus dem absichtlich schlechten Klangbild wird ein recht ansehnlicher Sound mit nur sehr kleinen Schwächen. Zugegeben, aus Computerboxen oder irgendwelchen Discounter-Minianlagen klingt die EP flach und schwach. Das liegt aber einfach daran, dass solche Billigteile die unteren Frequenzen abschneiden, damit die Möchtegern-Tieftöner nicht schon beim ersten Aufdrehen den Geist aufgeben. Am schönsten klingt „The Imperfektion Of Our Past“ mit anständigen Kopfhörern. So kommt man auch in den Genuss der ganzen Stereospielereien, die sich in den Liedern versteckt haben.

Die Songs sind allesamt als typischer, moderner Metalcore einzustufen. Große Überraschungen gibt es leider keine, dafür aber auch keine solchen Schwächen. Sehr solide zocken Ecliptic Circle ihre Songs und scheuen dabei auch nicht vor ausgedehnten Gitarrensoli. Die Rhythmen sind allesamt sehr groovig ausgelegt und machen sehr oft von full stops Gebrauch. Diese werden sehr präzise gespielt, was richtig Freude macht, denn nur ganz saubere Stops klingen auch gut. Als sehr markant ist auch der Gesang zu bezeichnen. Zwar bewegt sich Fronter Patrick auch konsequent im Bereich des Metalcore-typischen Gegrowle, aber er vergisst dabei nicht, seiner Stimme einen minimalen Platz einzuräumen und nicht nur mit monotonem Gekreische zu hantieren. 

Ein Manko findet man, wenn man die CD mehrmals anhört, dann aber doch. Die Lieder sind allesamt gleich gut. Das bedeutet aber auch, das keine Nummer besonders einprägsam oder dergleichen ist. Selbst nach mehrmaligem Hören fällt es noch nicht leicht, die einzelnen Lieder den Songtiteln zuzuordnen.

Fans von Heaven Shall Burn und Konsorten sollten hier schon ein Ohr riskieren. Ecliptic Circle präsentieren sich als sehr ambitionierte Band mit guten musikalischen Kentnissen und einem hohen Geschick beim Bedienen ihrer Instrumente. Das sind die besten Voraussetzungen für ein gelungenes erstes Full-Length-Album.

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