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E Force: Modified Poison

Solltet ihr euch „Modified Poison“ zulegen, nehmt euch bitte Zeit für die CD
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 53:40
Release: 21.03.2008
Label: Thundering Records

E Force nennt sich die neue Band des ehemaligen Voivod Sängers und Bassisten Eric Forrest, der dort auf den Alben „Negatron“ (1995) und „Phobos“ (1997), als auch der Live-Scheibe „Voivod lives“ (2000) zu hören war. Nach seinem Weggang dort – er wurde von keinem Geringeren als Jason Newsted (Ex-Metallica, Ex-Flotsam & Jetsam, Ex-Ozzy Osbourne) ersetzt – gründete er 2003 mit E Force seine neue, eigene Band, während er bereits seit 2001 mit Project: Failing Flesh eine weitere Thrash Metal Band am Start hatte, die erst 2007 mit „The Conjoined“ ihr letztes Album veröffentlichte.

Bei E Force hat aber Eric Forest das Sagen und übernimmt auch das Gros der Songwritingaufgaben. Mittlerweile von Montreal, Kanada nach Toulouse, Frankreich gezogen, hat der Gute mit Cyril Bernhardt (an der Gitarre / gerade mal 19 Jahre alt!) und Yannick Herrera (am Schlagzeug) auch zwei passende neue Mitstreiter gefunden, welche die Vision seiner Art und Weise, Thrash Metal zu spielen, perfekt umsetzen.

Aufgenommen in Toulouse zusammen mit Produzent Patrick Freidrich und gemastert von Achim Kohler hätte die Scheibe eigentlich schon letztes Jahr veröffentlicht werden sollen, doch nun hat man es wenigstens geschafft, den neu anvisierten Termin 21.03.08 einzuhalten. Geboten wird eine eher derbere Art des Thrash Metal, wobei auch gelegentliche Einsprengsel aus dem Death Metal Lager nicht selten sind. Zwar lässt auch hin und wieder die alte Schule grüßen, doch hauptsächlich zeigt man sich von der etwas technischeren Seite.

Auch Voivod Zitate gibt es hin und wieder zu hören, wobei hier vor allem „Lobotomized“, „Agent 99“ (eher die Mitte bis Ende der 90er Werke) oder „Malpractice“ (erinnert abgesehen vom Gesang stark an die göttlichen Voivod Alben „Angel Rat“ und „The outher Limits“) in diese Fußstapfen treten. „Revolution riot act” hingegen hätte teilweise auch von Megadeth stammen können, vor allem “Rust in Peace” wäre hierfür ein heißer Kandidat!

Was allerdings ein wenig negativ in die Waagschale fällt, ist die Tatsache, dass man es dem Hörer nicht unbedingt leicht macht, schnell mit dem ganzen Material warm zu werden. Eben durch das Wechselspiel aus neuer und alter Schule als auch der Vorliebe für komplexe Arrangements und unkonventionelles Riffing braucht man doch mehr als nur ein oder zwei Durchläufe, um sich in „Modified Poison“ hineinzuhören. Aber das war man ja auch schon bei Voivod gewohnt, oder?

Apropos Voivod. Die Verweise zu Eric Forrest´s ex-Band nehmen kein Ende, denn darüber hinaus hat es sich der Exil-Franzose nicht nehmen lassen, mit „Victory“ einen Song vom bis dato unveröffentlichten 2001er Demo als Tribut an den 2005 verstorbenen Voivod Gitarristen Piggy neu aufzunehmen.

Als weitere Anspieltipps möchte ich hier übrigens das überragende „Exterminator“ (mit einem wahrlich grandiosen Gitarren Solo von Gitarren As Cyril Bernhardt) sowie das leicht an Ministry erinnernde „Wired“ nennen.

Fazit: Solltet ihr euch „Modified Poison“ zulegen, nehmt euch bitte wirklich Zeit für das Album. Es ist zwar keinesfalls vertrackt wie z.B. ein Dream Theater, Rush oder, um beim Thrash Metal zu bleiben, Sadus; aber aufgrund der Komplexität der Arrangements kann es schon eine Weile dauern, bis man die Songs wirklich lieb gewonnen hat. Danach wird euch das Album allerdings sicherlich für längere Zeit Freude bereiten!

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