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Dyscord: Dakota

Bekanntes neu aufgewärmt - handwerklich gut gemacht, aber nicht weltbewegend
Wertung: 6.5/10
Genre: Metalcore, Modern Thrash, Death Metal
Spielzeit: 38:6
Release: 01.04.2008
Label: Prime Cuts Music

Die Australier von Dyscord sind kein gänzlich unbeschriebenes Blatt mehr, auch wenn uns hier mit „Dakota“ ihr erstes reguläres Album vorliegt. Immerhin nämlich durfte man bereits so illustre Bands wie Machine Head, Arch Enemy, Trivium, Killswitch Engage, Unearth, The Haunted, As I Lay Dying, Mudvayne, Darkest Hour, Ill Nino und Static-X supporten. Eine durchaus beeindruckende Liste, wenn man bedenkt, dass die Combo bis dato mit „Arming Within“ 2006 erst eine EP veröffentlicht hat.

Wie man den oben erwähnten Acts entnehmen kann, bewegt man sich stilistisch zwischen Modern Thrash, Death-Metal-Ansätzen und Metalcore und man merkt, wenn man „Dakota“ hört, auch durchaus, dass man es nicht mit Greenhorns zu tun hat, sondern dass hier – zumindest handwerklich – alles erste Sahne ist. Auch die Produktion tönt recht druckvoll aus den Boxen und die Mucke ist stets auf einem hohen Energielevel; hier wird gnadenlos ein Tritt in die Fresse nach dem anderen verteilt. Schon wenn man die ersten Töne des Openers „Noble On Paper“ hört, wird klar, dass die Aussies offensichtlich mächtig angepisst sind.

Wie gesagt, technisch kann man den Jungs keinen Vorwurf machen, gerade was Gitarren-mäßig abgeht, kann sich hören lassen; jedenfalls sind die schnellen Licks, die Soli und souverän dargebotenen Riffs (teilweise harmonisiert, was Detailverliebtheit und Können zeigt) in Stücken wie „The Clothes Maketh The Manslaughter“, „The Picador“, „Haemon Unleashed“ oder „An Ode To Envy“ aller Ehren wert und mit eingebauten Tempo- und Rhythmuswechseln versucht man, Abwechslung an den Tag zu legen, wobei es hin und wieder sogar ein bisschen im Midtempo groovt („Dakota“, „Masika And Haemon“).

Trotzdem bleibt insgesamt einfach zu wenig hängen, auch auf längere Zeit. Schön und gut, dass man versucht, durch die erwähnten Rhythmus- und Tempowechsel komplexer zu agieren, aber wenn dies zu Lasten der Songs an sich geht, hat man damit nicht viel gewonnen. Das Ganze wirkt teilweise doch etwas chaotisch und unausgegoren. Einige thrashige Riffs wie beim Titelsong sind durchaus gelungen, aber vieles ist eben doch irgendwie Stückwerk. Und etwas wirklich Neues können Dyscord auch nicht bieten, was sie großartig aus der Masse hervorheben würde.

Hinzu kommt außerdem die auf Dauer etwas nervige Stimme von Frontmann James Herbert (auch wenn ich zugebe, dass diese Art Gesang noch nie so richtig mein Ding war), die sich ein bisschen nach Phil Anselmo anhört, welcher allerdings doch etwas abwechslungsreicher singt. Sporadisch hat man zwar einige wenige clean gesungene Passagen in die Tracks „Dakota“ und „The Picador“ (meiner Ansicht nach auch die beiden stärksten Songs der CD) integriert, was sich auch wirklich gut macht und ziemlich effektiv eingebaut wurde – vielleicht aber hätte es davon noch etwas mehr sein sollen.

Dennoch sicherlich keine schlechte Platte und da es sich ja hier um ein Debütalbum handelt, ist in Zukunft bestimmt noch einiges drin.

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann