Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dyrathor: Memories in Frost - Demo 2007

Die Jungs könnten zukünftig eine ganz große Nummer in ihrem Musiksektor werden
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal; Pagan Metal
Spielzeit: 22:45
Release: 09.02.2008
Label: Eigenproduktion

Diese Scheibe namens „Memories In Frost“ ist das erste Lebenszeichen in Form einer CD von der jungen Band Dyrathor, die erst seit zwei Jährchen existiert und ihre Live-Feuertaufe auch erst am 30.11.07 im Oberhausener Saint bestand. Und da die Jungs so sehr engagiert zu Werke gehen, haben wir jetzt schon ihre erste Demoscheibe namens „Memories In Frost“ vorliegen.

Ganz zu Beginn des Review sofort schon zu meckern, liegt mir eigentlich so gar nicht, aber sorry, gar grausig ist das, was im „Kampf Auf Samsay“ da an meine Ohren klingt; Das, was da als eingesprochene Zeilen zu intonieren versucht wurde. Das Musikalische, das dann folgt, ist glücklicherweise um Längen besser: Black Metal meets Pagan Metal. Na, dann wollen wir einfach mal über diesen kleinen Fauxpas hinwegsehen. Sehr abwechslungsreich ist dieses Stück, von pfeilschnellen Black Metal-Passagen, über Midtempo-fast schon Schunkelparts bis zu Stellen, die durch Violinen unterstützt werden, wird dem geneigten Hörer hier schon so einiges geboten.

Owei, jetzt gerät die Meute in das „Intro“ zu dem danach folgenden Song. Ebendieses Intro wird durch ein Keyboard kenntlich gemacht, das allerdings so gar nichts von der Tiefe inne hat, die ich mir jetzt an dieser Stelle erhofft hätte (ich denke hier zum Beispiel an die Cöthener Band Thrudvangar, von deren Kompositionen eine schier bodenlose Tiefe und mächtige Erhabenheit ausgeht).

Nun denn, schauen wir lieber auf „Der Hinterhalt“ selbst: Sehr feine Melodiebögen, die mich unschwer an meine Lieblingsüberplatte „Tales From The Thousand Lakes“ (Amorphis) erinnern. Die Jungs beweisen hier ihr gutes Händchen für Songwriting, denn dieses abwechslungsreiche Stück weiß wahrlich zu punkten. Sehr schön gemacht, Jungs!

Eine Violine dominiert eingangs des ziemlich midtempolastigen Tracks „Im Auge Des Sturms“ und tritt auch im weiteren Songverlauf immer wieder in Erscheinung. Ich denke, dieses Stück könnte zu einer Hymne dieser jungen Band werden. Lediglich majestätischer hätte der Song gestaltet werden können, denn das äußerst midtempolastige Stück bietet sich für mehr Erhabenheit in der Musik mehr als an.

Die Rüstungen angelegt und auf geht´s im Galopp auf Schlachtrössern in die „Schicksalsschlacht“, will heißen: Hier gibt es Black Metal-typischen Speed mit Pagan Metal-typischen Sounds. Allerdings bedürfen auch diese clean gesungenen Chöre gründlicher Überarbeitung, denn das ist definitiv noch nicht das Gelbe vom Ei.

Ein richtiges Flair wie in den guten, alten Zeiten vermittelt der Titel „Midwinter“ zum Ende der CD hin, welcher live wohl sicher die Methörner zum Hochrecken und auch Leeren bewegen dürfte. Wow, sogar ein kurzes Basssolo kriegt man hier kredenzt. Und auch sonst bleiben kaum Wünsche offen. Hier klingen die cleanen Vocaleinschübe weit weniger überarbeitungswürdig, also frag ich mich: Warum nicht gleich so?

Musikalisch haben die Jungs schon jetzt sehr gute Ansätze intus und werden auf zukünftigen Veröffentlichungen sicher weiter aus ihrem definitiv vorhandenen Erfindungsreichtum schöpfen können, um weitere Songs zu kreieren. Das, was mir allerdings ein wenig fehlt, ist die stimmungstechnische Tiefe und majestätische Ausstrahlung, die von den Songs ausgehen könnte. Da sollten die Jungs vielleicht noch an sich arbeiten, aber auch da mache ich mir keine Sorgen, auch das werden die Jungs in den Griff bekommen.

Fazit: Ein sehr gutes Fundament haben sich die Jungs geschaffen. Hier und da sollte noch Feintuning vorgenommen werden, aber ob dieser vorzunehmenden Dinge bin ich optimistisch, dass diese nur von Erfolg gekrönt sein werden. Die Jungs könnten zukünftig eine ganz große Nummer in ihrem Musiksektor werden, wenn sie mit demgleichen Engagement dabei bleiben. Von mir gibt es auf jeden Fall beide Däumelein hoch.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna