Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dying Gorgeous Lies: First World Breakdown

We rise again!
Wertung: 9/10
Genre: Technical Thrash Metal / Female Fronted Thrash Metal
Spielzeit: 43:10
Release: 20.02.2015
Label: Massacre Records

Die zweite Platte bringen die Kulmbacher Dying Gorgeous Lies mit „First World Breakdown“ auf den Markt. Die Oberfranken haben ihr größtes Alleinstellungsmerkmal eindeutig in ihrer Frontfrau Liz. Die sympathische Shouterin drückte der Mucke mit ihrer Stimme schon immer einen ganz eigenen Stempel auf.

Nachdem das erste Album und die zuletzt vom Stapel gelassene EP in Eigenregie produziert wurden, kann man bei „First World Breakdown“ Massacre Records als Label angeben. Dieser große Sprung nach oben lässt natürlich aufhorchen. Also ab mit der Scheibe in den Schacht – jetzt testen wir das neue Werk auf Herz und Nieren.

Wie zu erwarten war, kommen die fünf Oberfranken gleich mit einem powergeladenen Kracher als Opener daher. Das Titelstück eröffnet die Scheibe und macht Eindruck. Doch noch bevor Liz loslegt, kann man schon ins Staunen kommen: Die Gitarristen Bernd Stübinger und Marcel Völkel eröffnen die Nummer und beeindrucken sogleich mit ihrem Können. Über die ganze Platte glänzen die beiden Klampfer, aber auch Stephan Straubinger und Sascha Schulze an den Drums und am Bass überzeugen mit beachtlichem spielerischen Talent.

Die Highlights auf „First World Breakdown“ sind allerdings eher die nicht ganz so technischen, sondern emotionalen Stücke, wie zum Beispiel „Rise Again“ oder „United“. Auch der Opener „First World Breakdown“ kann noch mit in diese Liste aufgenommen werden. Hier entwickelt sich die größte Dynamik und Dying Gorgeous Lies können ihre energetische Musik am Besten zur Wirkung bringen. Einige andere Lieder bremsen sich selber ein bisschen aus, weil sie zu vollgepackt sind. Technisch sind alle Werke einwandfrei, aber der rote Faden wird stellenweise dünn. „Supressing Fire“ ist hier kein schlechtes Beispiel. Hier wird immer wieder der Schwung aus dem Song genommen. Das hat zwar auch was, bremst aber wie gesagt den bandtypischen Kraftfluss ein. Trotz ähnlicher Songstruktur funktioniert „Join My Hate" anders. Der kräftige Refrain reißt mit und man kann sich gut vorstellen, wie der Titel live mitreißen kann.

Zwei Gastmusiker haben auch dem Weg mit auf die Platte gefunden: Nord von Hämatom und Markus A. Giestl, der Vokalist von „Code Red“ haben jeweils Teil an einem Song. Diese Zusammenarbeit ist ein schönes Beispiel dafür, dass die Fränkische Musikszene sehr viele Talente zu bieten hat.   

„First World Breakdown“ kann durchweg als beeindruckendes Album angesehen werden. Ausfälle gibt es auf der Scheibe gar keine, dafür gleich mehrere wirklich fette Nummern. Eine Sache muss man aber schon auch anmerken: Die Energie einer Liveshow konnten Dying Gorgeous Lies nicht komplett auf CD bannen. Das war zu erwarten und wird wahrscheinlich auch in Zukunft so bleiben, denn live gibt die Formation so viel Gas, dass es schier ein Ding der Unmöglichkeit sein wird, die Kraft, die live aufgefahren wird, auf eine kleine Plastikscheibe zu fesseln. Dennoch geht hier eine große Empfehlung raus an alle, die auf Metal mit einer Shouterin und/oder auf technischen Thrash Metal stehen. Dying Gorgeous Lies bieten mit der neuen Platte mehr als nur ein paar Stunden gute Unterhaltung. Hier kann man sich wochenlang vergnügen.

comments powered by Disqus

Zweieinhalb Stunden Atze-Datze-Party

Höllenlärm in der Maxus-Sauna

Ist denn alles nur „Schall und Rauch“?

Lokale Metalszene wird nun auch in Gelsenkirchen befeuert