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Dust & Bones: 666 Neurotic Bombs

Dreckiger Rock’n’Roll direkt aus der Gosse
Wertung: 8/10
Genre: Dirty Rock'n'Roll
Spielzeit: 39:02
Release: 12.11.2010
Label: Firefield Records

Als „Dirty Rock’n’Roll" bezeichnen Dust & Bones ihren Stil selbst, und tatsächlich: Überzogen ist diese Aussage nicht. „666 Neurotic Bombs“ kleidet sich in lärmende Grooves, quietschige Gitarrensolos und prägnanten Gesang. Die Songs sind nicht überkomplex, sondern klar definiert und strukturiert. Stilistisch gibt es auf der ganzen Scheibe keinen Ausrutscher, die Band bleibt ihrem Dirty Rock durchgehend treu, was der Langrille einen ehrlichen, geerdeten Charakter gibt. Allein das Tempo variiert von Titel zu Titel. Der Songaufbau wird immer abwechslungsreich und somit kurzweilig gehalten.

Somit wird die Scheibe nicht langweilig und bietet durchgängig solides Niveau, auch wenn ein einzelner Über-Hit nicht direkt auszumachen ist. Höhepunkte sind mit Titeln wie „Dust & Bones“, wo ein kerniger Refrain wirklich jeden Fuß zum Mitwippen zwingt, oder dem Track „We All Gonna Die (But Not Today)“, der mit treibendem Groove überzeugt, allerdings durchaus vorhanden. Besonders letzterer Song geht, vor allem dank des markanten, mehrstimmigen Gesangs, als first class Ohrwurm durch.

„Gimme Gimme Armageddon“ darf in dieser Aufzählung auch nicht fehlen: Der sehr stark vom klassischen Rock’n’Roll geprägte Titel geht direkt ins Ohr und verwandelt das Hirn in Matsch. Das ist so ein Stück, bei dem man den Lautstärkeregler einfach nur voll aufreißen will, und wer kann, sollte das auch tun. Ebenfalls erwähnt werden soll an dieser Stelle der Titeltrack, der mit seinem markant treibenden Rhythmus einfach alles niederwalzt.

Das Klangbild zeichnet sich allgemein durch sauberen, organischen Klang aus; die Gitarren könnten jedoch ein wenig mehr Transparenz vertragen - nicht so viel, dass der Sound seinen dreckigen Charakter verlieren würde, aber doch genug, dass man beide Gitarren etwas sauberer voneinander unterscheiden kann. Richtig gut ausgefallen ist dagegen der Schlagzeugsound: Die Drums klingen völlig natürlich, von synthetischen Triggersounds fehlt jede Spur.

Die Gesangsspur ist so eine Sache für sich. Oft hat man das Gefühl, dass das Dezibelmeter schon leicht in den übersteuerten Bereich gezeigt haben müsste, da die Vocals vor allem in lauten Parts irgendwie kratzig werden. Da dies aber auch Absicht sein kann und auch dem Gesamtbild nicht schädlich ist, soll dafür keine Kritik fließen. Immerhin geht es hier ja um dreckigen Rock, da soll schon mal was zerren und harsch daherkommen. Im Gesamteindruck bleibt ein stimmiges und harmonisches Bild und diese Harmonie gibt der CD auch ihre starke Präsenz.

Zu empfehlen ist diese Scheibe all denen, die gern mal im Dreck spielen, die einfach die Sau rauslassen wollen und die dafür einen Soundtrack suchen. „666 Neurotic Bombs“ passt optimal zu Saufgelagen und Abrissarbeiten. Wenn es grob wird, ist hier die richtige Musik dazu.

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