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Duirvir: Endless Graves, Endless Memories

Eine solide, beinah kitschfreie Leistung
Wertung: 6/10
Genre: Atmospheric Black Metal, Doom Metal
Spielzeit: 26:22
Release: 11.11.2018
Label: Eigenproduktion

Duirvir aus Italien sind bereits seit 2011 im europäischen Untergrund unterwegs und bislang recht spurlos an der Verfasserin dieser Zeilen vorbeigegangen, was sehr schade ist, kredenzen die Italo-Metaller doch eine recht gefällige Mischung aus atmosphärischem Black und Doom und machen dies für italienische Verhältnisse sogar recht kitschfrei.

Das muss man deswegen gesondert erwähnen, weil gerade aus Ländern wie Italien oder Griechenland immer wieder recht pathosschwangere musikalische Gebilde zu uns herüberschwappen, die oft mal nicht nur mit einem wahnsinnig dramatisch agierenden Sängern, sondern auch mit jeder Menge Keyboards daherkommen – Duirvir bilden da eine größtenteils erfreulich bodenständige Ausnahme.

Jetzt, wo gerade wieder Starkregen einsetzt, passt ein Song wie der Opener „Autumnal Lethargy“ natürlich wie Arsch auf Eimer, ein besseres Timing hätten Duirvir kaum haben können – erst recht, wenn man bedenkt, dass die Scheibe bereits im trübgrauen November veröffentlicht wurde. Ruhig, fast zurückhaltend erklingen die ersten Klaviertöne, bevor Sänger Iskhathron mit fiesem Gekeife mit einsteigt, das sich zwischendurch auch auf den anderen Tracks immer mal wieder in Geflüster verliert und so eine mystische Atmosphäre aufbaut. Mit Tempowechseln und cleveren Instrumentalarrangements schaffen es die Herren, gleich zu Beginn einen Anspieltipp zu fabrizieren.

Dass Duirvir dann wie im blackmetaluntypisch benannten „Blooming The Rose“ dann doch mal den Ton verfehlen, ist zwar bedauerlich, kratzt aber nicht an der Qualität der Platte als solches. „Storm‘s Chant“ überzeugt mit einem interessanten Introriff, auch die gesangliche Darbietung gestaltet sich wieder durchaus solide, auch wenn mittlerweile doch sehr auffällig ist, wie undifferenziert der Sound gestaltet wurde. Der Gesang ist grundsätzlich um ein Vielfaches leiser abgemischt als die Instrumente, was wieder an den typischen Kellersound vieler BM-Bands angelehnt wirkt. Das finale „Haggard Sin“ bietet dann einen etwas langatmigen, aber über weite Strecken doch durchaus interessanten Abschluss, der mit viel düsterem Gitarrensound und entsprechendem Geschrei auskommt, das von flirrenden Gitarren untermalt wird.

Richtigen Drive, den man sich im schwarzmetallischen Sektor wünscht, entwickeln Duirvir zwar nicht so recht, die knappe halbe Stunde Spielzeit entpuppt sich aber zumindest als sehr solide Darbietung. Ein Wiedererkennungsfaktor ist zwar auf „Endless Graves, Endless Memories“ nicht auszumachen, dafür punkten die Italiener mit einem spannenden Artwork, das in diesem Genre sicherlich selten so ausfällt. Im Auge behalten kann man als BM-Fan die Truppe durchaus, zumal gegen Ende der Scheibe auch mal das Potential durchscheint, dass Duirvir in Punkte Dynamik haben.

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