Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Drown My Day: The Ghost Tales

Eine Spur raffinierter als zu Debützeiten
Wertung: 7/10
Genre: Deathcore
Spielzeit: 32:54
Release: 16.11.2018
Label: Noizgate Records

Ganze fünf Jahre ist es mittlerweile her, dass die polnischen Deathcoreler Drown My Day ihre Debütlangrille „Confessions“ auf den Weg brachten, vor zwei Jahren wurde schnell die „Nightmare Becomes Reality“-EP zwischengeschoben – Fans durften sich dann bereits letzten Monat über den Release der neuen Scheibe „The Ghost Tales“ freuen.

Wenn wir mal im The-Pit.de-Archiv zurückblättern, konnte das Debüt der Polen seinerzeit gerade mal sechs Punkte einheimsen – technisch waren die Herren zwar gut aufgestellt, auf Dauer war der Sound aber zu stumpf und zu wenig abwechslungsreich, um längerfristig im Gedächtnis zu bleiben. Der Titel „The Ghost Tales“ weckt nun schon deutlich mehr Neugierde als noch „Confessions“, das Artwork scheint sich dem Thema mit seinen gruselig-verzweifelt wirkenden Fratzenwürmern anzupassen und wenn man dann noch weiß, dass Sänger Groov sich seine Inspirationen im J-Horror holt, ist eigentlich schon alles gesagt.

Das kann eine ganz spannende Sache werden, Drown My Day kriegen aber auch dieses Mal eher schwerfällig die Kurve – zumindest nicht so elegant, dass nach dem dritten Durchlauf mehr als ein Song hängen geblieben wäre. „Yurei‘s Revenge“ ist auf Anhieb der einzige Track, der einen deutlichen Wiedererkennungswert besitzt und auch wie beim letzten Album ist es ausgerechnet der Track, bei dem die Truppe sich mal ein bisschen von ihrem typischen Deathcore entfernt und sogar melodiöse Gitarren mit einfließen lässt. Herausgekommen ist ein deutlich modernerer, starker Song, der sich wohltuend von der deftigen Ursuppe abhebt, die die Band sonst so fabriziert.

Eines muss man den Polen aber lassen, konsequent sind sie: Da wird eine gute halbe Stunde (übrigens ähnlich lang wie das Debüt) geschreddert, gepoltert und gegrowlt, dass die Wände wackeln und die Zahnwurzeln vibrieren. Herausgekommen sind solche Groovewalzen wie „Blue Skin“, der verstörende, eine Minute dauernde Opener „Introvert“ mit seinem aus vollem Herzen kommenden „We are not like you!“ und der bereits von der EP bekannte Dampfhammer „Nightmare Becomes Reality“.

So ab der Hälfte der Scheibe kann man einsehen, dass Drown My Day zumindest eine Steigerung zum Debütalbum durchgemacht haben. Bei den ersten Durchläufen klingt so ziemlich alles ähnlich nach Abriss, man muss sich schon ein bisschen besser konzentrieren, um auch feinere Nuancen herauszuhören, wie beispielsweise das düstere Hintergrundriff, das in „Nightmare Becomes Reality“ eingestreut wird. Das fällt insofern gar nicht so leicht, da Fronter Groov alles an die Wand brüllt und wie ein außer Kontrolle geratener Panzer durch die zehn Tracks pflügt. Dieses leicht Manische ist es aber auch, was dem Sound der Truppe einen gewissen Charme verleiht und nicht nur für Fans der Band, sondern auch für Deathcore-Freunde im Allgemeinen eine spannende Entdeckung sein kann – dieses Mal räumt die Band sieben Punkte ab.

comments powered by Disqus

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend