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Drone: Head-On Collision

Sehr vielversprechend
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 49:18
Release: 16.02.2007
Label: Armageddon Music Verwaltungsgesellschaft mbH

Man braucht sich schon fast nicht mehr die Frage zu stellen, warum gerade Drone aus dem niedersächsischen Celle die Wacken Metal Battle ´06 für sich entscheiden konnten. Denn wenn die CD erstmal im Schacht des CD-Players verschwunden ist, dann gibt es kein Halten mehr.

Hier verwenden die Jungs um Frontmann Mutz Hempel mit seiner derben, aber nicht minder variablen Stimme, ihre Vorbilder in Form von Pantera, Fear Factory und Konsorten und klingen dabei aber erfrischend neu und absolut zeitgemäss. Das mit den Vorbildern ist ja auch nicht negativ gemeint. Es ist ja heutzutage eh schon schwierig, etwas gänzlich Neues zu erschaffen (wenn überhaupt), vielmehr aber klingen Drone auf jeden Fall eigenständig, die Songstrukturen kommen als gut durchdachte Konstrukte daher und deshalb treten die Jungs auf ihrem Debüt mächtig Arsch!

Die Jungs lassen nicht nur den Knüppel aus dem Sack, sondern zeigen, welch ein breites Spektrum sie aus dem Hut zaubern können. Das zeigt sich auch in der Wandlungsfähigkeit von Mutzes Stimme, die heftig, aber auch clean sehr gut ankommt … aber der Reihe nach ... Das Debütalbum startet mit dem gewaltigen „Theopractical“, das gleich zu Beginn die Gehörgänge auf links dreht und die Qualitäten der vier Musiker aufzeigt. Super Opener inklusive Ohrwurmgefahr. Danach folgt ein Song mit dem wunderschönen Titel „Welcome To The Pit“ – nicht zuletzt bezogen auf unser Mag. Dies ist ein richtig flotter Thrash-Kracher, bei dem man sofort Lust darauf bekommt, im Pit zu stehen und die Jungs abzufeiern! Der Song erinnert im Refrain auch ein wenig an die finnischen Thrasher Diablo mit ihrem „I have not forgotten!“.

So etwas, was einem bei „Stampmark“ geboten wird, hab ich mir schon seit längerem gewünscht, endlich noch mal zu hören. Diese Härte, diese geniale Fähigkeit von Mutz in der Variation seiner Stimme. Das Ding drückt einen derart in den Sitz, und dann das Gitarrensolo erst … geil!

Der folgende Song „Chainsaw Symphony” hätte für meinen Geschmack nicht sein müssen. Zwar ist die musikalische Leistung an den Instrumenten als auch am Mikro sehr gut, aber das mit den Kettensägen ist mir dann doch etwas zu klischeehaft und meiner Meinung nach haben Drone so etwas nun wirklich nicht nötig.

„Jericho“ startet derart hochklassig, dass ich mich frage, wie die Jungs das später noch toppen wollen … im Refrain wird´s dann unerwartet melodisch … auf jeden Fall überraschend, aber nicht zu progressiv.

Mit „In The End“ haben wir dann die Quasi-Ballade des Debüts (hoffenlich bekomme ich jetzt von den Jungs keinen Rüffel…). Hier kommen wir in den Genuss von Mutzes cleaner Stimme und das Tempo ist nicht so hoch, wie man es sonst von den Jungs gewohnt ist. Das Ganze erinnert mich dann – warum auch immer - an meine alten Sentenced (R.I.P.). Dazu kommt noch ein echt starkes Solo. Danke für diesen Song, Jungs!

Aber genug der softeren Töne – beim folgenden „High Octane“ kracht es thrashmässig wieder an allen Ecken und Enden (besonders gut ist der stampfende Mittelteil), aber insgesamt ist dieser Song einer der schwächeren. Auch „Intimidation“ stapft ganz amtlich nach nichts als nach vorne. Trotzdem erreicht dieser Song nicht ganz die Klasse der anderen Perlen des Debüts.

„Life Of Riley“ verfügt über einen sehr gelungenen Songaufbau, der sehr gekonnt Härte mit Melodie zu verbinden weiss. Für mich einer der stärksten Songs des Debüts, denn hier ziehen Drone wieder mal alle Register ihres Könnens. Sehr gutes Stück!

Dann kommt das groovende „Carnophile“, das heftig nach vorne zu treiben weiß. Und dann sind wir auch schon beim letzten Song angelangt: „One In A Million“ geht Drone-typisch in den Ring und hinterlässt nicht als verbrannte Erde.

Dass die Produktion dermassen killermässig rüberkommt, dafür ist Mastermind Andy Klassen verantwortlich. Folglich hämmert einem das Teil auch derart frontal vor den Schädel. Und das Beste ist: Live legen die Jungs noch mal eine gehörige Schippe drauf! Wer also die Möglichkeit hat, sollte es nicht verpassen, die Jungs live zu sehen, denn zur Zeit sind sie ja bei der Wacken Metal Battle Tour als Special Guest unterwegs.

Fazit: Mit diesem Debüt untermauern Drone, warum sie die Wacken Metal Battle gewonnen haben. Wer sich das jetzt immer noch fragt, der sollte schleunigst die „Head-On Collision“ kaufen und sich belehren lassen! Ausser minimalen Abstrichen ist dies ein klasse Album der Thrasher aus Celle! Die Jungs stehen vollends zu Recht da, wo sie mittlerweile sind. Macht auf jeden Fall weiter so!

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