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Drone: Drone

Eine Band zwischen den Stühlen mit etwas orientierungslos wirkender Stilvielfalt
Wertung: 6,5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 45:42
Release: 25.04.2014
Label: Metalville / Rough Trade

Der Gewinn des Metal Battle zum Wacken Open Air war für die Jungs von Drone Fluch und Segen zugleich, denn einerseits folgten Plattenvertrag und lukrative Tourangebote, andererseits stand die Band immer im Schatten der jeweiligen Headliner und wurden auch auf den großen Open Airs immer auf den Nebenbühnen abgespeist - ein Schicksal, welches den musikalischen Fähigkeiten der Herrschaften aus Celle definitiv nicht gerecht wird. Mit ihrem selbst betitelten neuen Album nimmt die Gruppe es nun erneut in die Hand, wagt jedoch auch einen Schritt in den Mainstream. Die einstigen Modern-Thrash-Kanten bleiben zwar Teil der Songs, werden aber wesentlich reduzierter angewandt als in der Vergangenheit. Und damit hat sich das eigentliche Wesensmerkmal des Drone-Sounds schon in Gänze verabschiedet.

Überhaupt ist "Drone" eine sehr eigenwillig konzipierte Scheibe. Die Band scheint sich nie wirklich einig zu sein, ob es eine rein akustische Semi-Ballade, ein flotter, fast schon punkiger Thrasher oder eben doch ein Mainstream-Rock-Song sein soll. Alle Optionen werden vernünftig dargeboten, wollen aber in dieser Konstellation überhaupt nicht zusammenfinden. Die Platte macht den Eindruck, als würde hier bunt durch den großen Dschungel der harten Musik gewildert, das Passende herausgefiltert und schließlich ein Cover- oder Compilation-Album erstellt - Homogenität sieht jedenfalls anders aus und bisweilen zieht dann auch das Argument mit dem Facettenreichtum nicht mehr.

Umgekehrt muss man der Band auch auf ihrem vierten Werk bescheinigen, dass sie die Dinge, die sie anpackt, zumeist recht ordentlich meistert. Zwar sind auch auf "Drone" keine Über-Songs oder besonders schlagkräftige Geschosse enthalten, aber die Celler agieren stets über dem Durchschnitt und manchmal sogar auch im Bereich der Genre-Referenz wie etwa im ordentlichen, "Hammered, Fucked And Boozed". Aber immer dann, und das war auch in der Vergangenheit schon ein Problem, wenn mal eine Serie von überzeugenden Argumenten gefragt ist, folgt auch auf "Drone" wieder nichts Entscheidendes - abgesehen von den etwas kruden Stilwechseln, die von Song zu Song die Szenerie bestimmen.

Was sich nun hier wahrscheinlich negativer liest, als es eigentlich klingen soll, sind die einzelnen Kritikpunkte zu einem recht vielschichtigen, aber eben nicht immer passend aufeinander abgestimmten, letzten Endes aber sicherlich hörenswerten Album. Drone bleiben aber ganz klar auch eine Band, die zwischen den Stühlen sitzt und offenbar nie einen Platz finden wird. Sinnbildlich hierfür steht die etwas orientierungslos wirkende Stilvielfalt des aktuellen Releases.

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