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Driven By Impact: Driven by Impact

Sehr gut gereiftes Debüt
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Death Metal/Groove Metal/Thrash Metal
Spielzeit: 25:26
Release: 08.07.2018
Label: Eigenregie

Es ist dann mal wieder eine der Überraschungen, die viel zu lange auf dem Schreibtisch herumliegt und sich in einem Berg an Tonträgern zu verstecken versucht, was Driven By Impact da als selbstbetitelte und in Eigenregie veröffentlichte Debüt-EP unters headbangede Volk hebeln. 14 Monate haben sich die Herren Zeit gelassen, um die vorliegenden sechs Nummern plus Intro sowie Zwischenspiel auszufeilen und ins rechte Groove-Melodic-Thrash-Death-Licht zu rücken. Nun ja, Erfahrung genug dürfte der Haufen ja ausreichend haben, wenn in der Vita ex-Truppen wie Mental War, Demise Empire, Bitter Piece, Lost Cenrury, Thought Sphere und und und auftauchen – Lokalkoloritjäger werden wissen, was sich da immer wieder im Düsseldorfer/ Essener/ Mönchengladbacher Raum zusammengebraut hat.

Nach dem erfrischend kurzen, durchaus dramatisch gehaltenen Intro prescht das Quartett gleich mit ordentlichem Groove und Dampf voran, früh ist auch klar, dass ein paar melodische Einsprengsel zum Konzept gehören und so das immer wieder häufig tiefe, aber eben auch ständig variable Grunzen durch Frontmann Eugen kontrastreich begleiten. Zudem schaffen Driven By Impact in „Building Fear“ hier auch locker, mit vertonter Verzweiflung den thematisierten Verlust aufzuzeigen und dabei zwischen fast schon doomigen Walzen und vollen Thrashattacken zu pendeln – Genregrenzen sind so eben nicht wirklich abzustecken.

Die Mischung aber passt, vielleicht hat man auch ab und zu beim Groove ein bisschen nach Redrum Inc. geschaut, wie uns „Monstrosity Of Life“ sehr anschaulich machen will. Eingängiger, aber eben auch wuchtiger Groove, hauptsächlich im Midtempo und doch auch gelegentlich etwas ruppiger, so gehen die Landeshauptstädter – Düsseldorf wird als Ort der Verbrechens genannt - zu Werke und setzen auch hier immer wieder auf die melodischen Leadklampfenausflüge; gerade die Leadgitarre mit ihren melodischen Ausflügen prägt das Gesamtbild des Debüts.

Hier mal wie in „Burning Bridges“ trotz der thematisierten Depressionen etwas fröhlicher, dort mal eher ein verspielter Kontrast nach einer eher verschleppenden Einleitung und den überfallartigen Blastbeats in „Arise From Ashes“, immer wieder gehören die Melodien zu den prägenden Momenten, können aber nicht jeden Song dominieren, müssen sich auch mal leider wie in „Place Of Gore“ den fast schon sachte progressiven, aber eben auch wenig flüssigen Rhythmen unterordnen. Da doch lieber wieder die verspielte Note wie in „Experience In Red“, wo wuchtige Drums nach dem sehr ruhigen und auch leisen „Interludium“ dazwischendonnern und sich auch zum warnenden Doublebass-Gewitter erheben, wobei diese Nummer kurz vor Schluss sogar im Sprechpart eine Pantera-Note verströmt.

Also, Augen auf gen Düsseldorf, denn die Debüt-EP verspricht und hält viel. Ohnehin sollte der Stempel „Eigenregie“ schon lange kein Fingerzeig für langweilige Undergroundmucke mehr sein, derlei Verblendung müsste eigentlich schon ad acta gelegt sein. Wer noch für's neue Jahr einen Grund sucht, sich auch mal den Bands aus der zweiten Reihe zuzuwenden, dürfte mit der vorliegenden „Driven By Impact“-Vollbedienung schon ganz gut beraten sein.

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