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Dreamland: Eye For An Eye

Eigenständigkeit nicht wirklich ausgeprägt
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Metal
Spielzeit: 43:17
Release: 26.01.2007
Label: Dockyard1

Mit ihrem zweiten Longplayer, welcher auf den Namen „Eye For An Eye“ hört, melden sich die schwedischen Newcomer Dreamland zurück. Man geht hier nun etwas mehr in die Richtung des German Melodic Metals.

Recht gefällig rockt der Titeltrack los und zeigt ein solides musikalisches Grundgerüst, welches mit Joacim Lundberg`s Stimme verziert wird. Nicht schlecht und schön eingängig. „Carousel Of Pain“ geht etwas schneller zur Sache und untermauert die Seelenverwandtschaft zu Hammerfall. Auch wenn es hier nicht sonderlich originell zur Sache geht, weiß die Musik zu überzeugen. Schön, wie Drummer Jesse Lindskog und Basser Mats Rendlert hier die Kollegen antreiben.

„Revenge Deny“ besticht durch die leider etwas zu leise abgemischten Refrains. Man merkt, dass Joacim Lundberg beim Songwriting federführend war. Perfekt auf den Gesang abgestimmte Mucke mit schönen chorähnlichen Parts, welche aber wohl hauptsächlich mit viel Hall erzeugt wurden.

„Secret Signs“ tritt wieder ein wenig auf`s Gaspepal. Leider kann mich der Song aber nicht wirklich überzeugen, da er einfach zu unspektakulär ist. Okay, die Gitarren von Eric Rauti und Johan Ericsson kommen absolut solide rüber, aber das ist heutzutage einfach zu wenig.

„Chosen Ones“ kommt deutlich rauer daher und setzt auch deshalb einen kleinen Höhepunkt, welcher irgendwo an die melodischen Helloween-Zeiten erinnert mit der Stimme des Pink Cream 69 Sänger Andi Deris, der ja inzwischen für die Helloweener tätig ist.

„Spread Your Wings“ gerät zu einer wunderschönen Melodic Metal Hymne. Ein Höhepunkt der Scheibe! Sehr schön anzuhören und gelungen umgesetzt.

Aber leider kommt dann der absolute Tiefpunkt der Scheibe. Ich weiß nicht warum, aber Gitarrist Eric Rauti lässt sich hier die Credits für die Musik zuschreiben und hat die Hauptmelodie einfach nur billig geklaut! Also, wenn man sich ziemlich deutlich bei anderen Bands bedient, sollte man es wenigstens gut umsetzen! Seltsamerweise wird Whitesnake auf der Homepage nicht als Band bei seinen Favoriten angegeben, dabei hat er die Songeröffnung, welche auch immer wieder im Track auftaucht, einfach schamlos geklaut! Das Original hört auf den Namen „Bad Boys“ und wird auf jeder Tour von Whitesnake abgefeiert.

Schade, denn wenn man schon so nah am Original dran ist, dann fällt das Vergleichen natürlich sehr leicht. Und sorry, aber da gehen Dreamland dann sang- und klanglos unter.

„Heavenly Designed“ begibt sich dann wieder mehr in Hammerfall Nähe. Gut gemachter Melodic Metal. Lobend sollte auf jeden Fall die gute, straighte Produktion von Andy La Roche (King Diamond) erwähnt sein. Die Band hat auch speziell durch Drummer Jesse Lindskog Einiges an Drive gewonnen, wobei erwähnt werden sollte, dass Jesse auch weiterhin bei Dragonland die Felle bearbeiten wird.

„Children of Tomorrow“ weiß speziell durch seinen Chor und den guten Vocallines zu gefallen. Schade, dass Hammerfall Sänger Joacim Cans anscheinend ein wenig zuviel Hammerfall in den Sound von Dreamland gebracht hat.

„Forever And Ever“ klingt auch wie schon zig mal gehört. Nicht schlecht, aber auch nichts Neues. Eine nette Melodie, welche sicher live zum Mitsingen animieren wird.

Dann kommt doch noch eine, von mir nicht zugetraute Überraschung: „Revolution In Paradise“: Der Song wartet mit schon fast gegrowlten Vocals auf. Das hätte ich hier wirklich nicht erwartet. Dies macht den Song doch zu etwas Besonderen auf diesem Album.

Fazit: Ein weiterer Hammerfall Klon ist auf dem Weg, in der Melodic Metal Veröffentlichungswelle unterzugehen. Leider, denn im Grunde sind hier einige positive Ansätze vorhanden! Allerdings hatte ich nach dem Debüt aber auch einen deutlichen Schritt in Richtung des eigenen Stils erwartet. Sorry, aber dieser wirklich dumme Ausrutscher mit „Shadow Of The Night“ lässt dem Reviewer dann eigentlich keine Chance, als auch nur eine gehobene mittelmässige Wertung abzugeben!

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