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Dread: Cerebral Mutation

08/15-Death Metal aus Südtirol
Wertung: 5.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 34:39
Release: 05.11.2010
Label: Firefield Records

Die Südtiroler Todesblei-Kombo Dread sind der lebende Beweis dafür, dass sich der Death Metal schon längst, von den USA und Schweden ausgehend, ausnahmslos überall auf der Welt etabliert hat. Dabei tingeln die Jungs mit Gründung im Jahr 2001 nun schon seit einiger Zeit umher und haben neben der Veröffentlichung einer Vier-Track-Demo im Jahr 2004 auch schon mit Bands größeren Kalibers wie etwa Destruction, Graveworm, Six Feet Under und Ektomorf auf den Bühnenbrettern gestanden. Höhepunkte waren bis jetzt wohl ein Auftritt beim Metal Camp im Jahr 2006 und der Support von Vital Remains auf deren Europatour im darauf folgenden Jahr. Nach einigen Wechseln am Mikrophon hat man nun auch mit „Cerebral Mutation“ einen richtigen Langspieler hingelegt, auf dem sich die Truppe der Metalszene präsentieren kann.

Besagter Silberling legt dann auch erstmal mit einem Metzel-Intro zum passend betitelten Song „Art Of Gore“ los, der in seinen knappen drei Minuten schon mal klarstellt, dass bei den Südtirolern die Zeichen auf Sturm stehen. Die klangliche Ausrichtung von Produktion und Stil ist dabei eher in Richtung der alten Schule anzusiedeln, obwohl der Klang auch durchaus aktuell gehalten ist. Wie auch beim Folgetrack „Enslaved By Insanity“ werden Up-Tempo-Baller-Passagen an groovige Riff-Einlagen gesetzt, ausgeführt von einer Kreissägen-Gitarre und einem animalischem Schlagzeug. An und für sich eine bekannte Formel, die normalerweise auch aufgeht, doch hier macht sich leider schon sehr schnell der Eindruck breit, dass man das alles schon mal irgendwo besser zu hören bekommen hat. Die Gitarren-Riffs und das Getrommel wirken einfach ein bisschen zu gewollt und es entwickelt sich keine mitreißende Dynamik. Auch die später dazukommenden Melodien, die hier und dort mal auftauchen, sind dann doch eher stumpf. Der Frontgrunzer macht zwar bei den höheren Geschrei-Einlagen eine richtig gute Figur, kann allerdings im Gegensatz dazu bei den tiefen Growls einfach keinen Druck entwickeln.

Bei Liedern wie „Suicide Bitch“ oder auch „Virus Of Hatred“ gibt es zwar rhythmisch gute Ansätze, allerdings geht das dann auch in den viel zu vorhersehbaren Songstrukturen und dem lieblos gesägtem Gitarrenspiel unter. Doch sollte man über die Jungs kein vorschnelles Urteil fällen, denn eingeleitet von „Manifest Of Cruelty“ wird es gegen Ende der Scheibe dann doch noch mal besser, so wirken hier die Songs deutlich energievoller und der Titeltrack „Cerebral Mutation“ liefert sogar ein paar richtig gute Grooves und eine Portion Atmosphäre ab. Zu einem etwas verspäteten Höhepunkt kommt es dann dank einer Glanzleistung des Vocalisten im Stück „Roots Of Evil“, bei dem der Schreihals mit fiesem Düstergesang beeindruckt und auch die Instrumental-Fraktion geordneter und abgestimmter erscheint als auf dem Großteil des Albums. Dieser positive Trend setzt sich dann beim Raußschmeißer „Fleshgrinder“ fort und so ist das Erstlingswerk von Dread dann doch noch gerettet. Der Spuk ist dann auch nach nur etwas mehr als einer halben Stunde vorbei, da die Songs fast ausnahmslos unter der Dreieinhalb-Minuten-Marke durchgeballert werden.

 

Mehr als das Prädikat „Mittelmaß“ lässt sich, insgesamt gesehen für das Debüt, das nur sehr schwer ins Rollen kommt, nicht ausstellen. Zu viele „08/15“-Momente und teilweise sehr stumpfes Getöse lassen das einfach nicht zu. Dennoch kann man das von Dread Gebotene durchaus von der einen oder anderen Seite positiv beleuchten und gute Ansätze attestieren. Bleibt also zu erwarten, wie die Gruppe ihren Weg weitergeht.

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