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Dragonsfire: Speed Demon

Härte, Melodie und Eingängigkeit bilden das True-Metal-Gerüst
Wertung: 8/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 34:32
Release: 13.04.2013
Label: TTH Media

Voller Stolz wurde schon Anfang November 2012 beim A Chance For Metal Festival 6 in Rüsselsheim das Artwork der neuen Dragonsfire-CD auf der Bühne innerhalb der Show vorgestellt – jetzt endlich liegt auch die neue EP mit fast 35 Minuten Spielzeit vor. So sehr sie mit ihrer musikalischen und vom Coverartwork auch bildlichen Umsetzung zu Gefallen wissen, so sehr muss ihnen zumindest in einem Punkt ein äußerst schlechter Geschmack attestiert werden: Der Konsum von Äppler geht ja mal gar nicht – da mag der Sturm der entrüsteten Hessenpower ruhig kommen.

Spaß beiseite, aber der musste jetzt sein. Wobei wahrscheinlich nur unter Einfluss der hoffentlich lokal bleibenden Droge „Steel Eel“ entstanden sein kann. Eine Kollaboration mit den befreundeten Iron Fate. Ein netter Heavyrocker, der von der eher rustikalen Gesangsart Thassilos und dem spielerischen Feinschliff von Denis Iron Ivan lebt – einfach ein netter Gimmick. Und wo wir oben schon das Festival erwähnten: Eben dort wurde auch die „The Warrior“-Liveversion aufgenommen. Soundlich kann der Track nicht ganz mit der EP mithalten, aber wenn man sich als Rezensent aus dem mitgrölenden Publikum herauszuhören erhofft, so zeigt der Song doch ganz deutlich, dass Dragonsfire beileibe keine Band sind, die sich im Studio mit technischem Schnickschnack herumplagen, sondern eher auf livetaugliches Material setzen.

Kommen wir aber zu dem eigentlich neuen Material der Hessen-Boygroup. Knapp drei Jahre haben sie nun an den neuen Songs gefeilt und eindeutig merkt man schnell, dass sie nicht zu verkopft an die Sache herangegangen sind – da spiegelt sich das ausgiebige Livespielen wider. Die Marschrichtung hatten sie schon auf dem Vorgänger „Metal Service“ vorgegeben: Heavy Metal mit reichlich Melodie, ohne auf Härte verzichten zu müssen. Einen besseren Einstand können sie dabei mit dem Titeltrack „Speed Demon“ kaum liefern, paaren sich doch hier schon die eben erwähnten Merkmale des Dragonsfire-Sounds: Knallharte Doublebassdrums liefern das rhythmische Grundgerüst für melodische Gitarrenarbeit und was sie damals schon auf dem Debüt mit „Dragonsfire Rockxxx“ nachgewiesen haben, scheinen sie hier, wie mal eben aus dem Handgelenk, wiederholen zu können: Ein Refrain, der sich gleich beim ersten Mal festsetzt und auch bei der xxxten Wiederholung nicht in ein gelangweiltes Gähnen übergeht.

Meint man jetzt, dass die Äppler-Vernichter nun ihr ganzes Pulver verschossen haben, muss man glatt Abbitte leisten, denn auch im weiteren Programm weichen sie kein bisschen von ihrer bisherigen Linie ab und liefern weiterhin hochklassigen Stahl ab, bei dem aus allen Ecken und Enden das Prädikat „true“ tropft. Mit „Gunslinger’s Fate“ toben sie sich erstmalig vorzugsweise im Midtempo aus. Aber auch hier wird der mit rustikal rauer Stimme vorgetragene Refrain von der melodischen Leadgitarre kontrastiert, wobei die Riedstädter ein feines Gespür dafür entwickelt haben, wie trotz metallischer Breitseite die Eingängigkeit nicht hinten rüber fallen muss. Heftiges Gewummer bei „Savior“. Mit „Allied Forces“ – inklusive Einleitung mit Iron Maiden-Feeling und anschließendem an Grave Digger/ Rebellion erinnernden Versatzstücken – ist eine wahre Hymne am Start. Dragonsfire wiederholen sich nicht, sondern setzen noch eins drauf.

Nun, ein bisschen skeptisch durfte man im Vorfeld der „Speed Demon“-Veröffentlichung schon sein, drängte sich doch der Verdacht auf, dass Dragonsfire bei ihrer Vorankündigung schon ein wenig den Mund zu voll genommen haben. Doch weit gefehlt: die dadurch hochgesteckten Erwartungen erfüllen sie locker, indem sie anscheinend spielend die richtige Balance zwischen Härte und Melodie finden, gepaart mit Eingängigkeit ohne langweilig zu werden – Mucke für extremes Pommesgabeling.

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