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Draconian: Turning Season Within

Wer nicht viel Wert auf Abwechslung legt, kann hier bedenkenlos zugreifen!
Wertung: 7/10
Genre: Doom Death Metal
Spielzeit: 53:30
Release: 29.02.2008
Label: Napalm Records

Nachdem das letzte „richtige“ Draconian Album „Arcane Rain fell“ schon 3 Jahre zurück liegt, wurde es nun höchste Zeit für eine neue Full Length Langrille. Zwar war die Überbrückung „The burning Halo“ aus dem Jahre 2006 eine gute Notlösung, aber seither sind ja auch schon wieder 2 Jahre vergangen.

Doch wollen wir nicht hetzen, sondern den Schweden Zeit lassen, denn guter Doom Death Metal braucht auch schließlich seine Zeit und hektischer Doom klingt nicht gerade wirklich toll. Man merkt aber, dass Draconian sich die Zeit zunutze gemacht haben, denn hier wird wieder ausgezeichnete Tristesse, Bedrohlichkeit und Melancholie geboten.

„Turning Season within“, so der Titel der neue Scheibe, wird mit dem Song „Seasons apart“ famos eröffnet. Wie gewohnt, wird man mit einer gewaltigen Düsternis überfallen, Gute-Laune-Melodien sucht man hier vergebens! „It´s the End for me and you…“ verkündet eine liebliche Frauenstimme, doch ist dies doch erst der Anfang.

Denn mit „When I wake“ geht es schon weiter. Auch wenn die Bedrohlichkeit nicht abnimmt, zeigt man sich hier deutlich brachialer. Vor allem Frontmann Anders Jacobsson keift hier bitter böse „What have you done“. Die Stimmung wirkt vor allem durch die Doublebass noch eine Ecke derber. Sehr schön ist auch der leichte Katatonia Touch im Mittelpart. Im Übrigen setzt man hier mit der Textzeile „Where Lovers mourn“ einen Querverweis zum Debutalbum aus dem Jahre 2003!

Doch zeigt man sich auch wandlungsfähiger: „Earthbound“ zeigt sich zum einen nicht nur stellenweise sehr ruhig, sondern erinnert dabei noch hier und da an die Landsleute von Opeth, wie auch bei dem Song „Failure Epiphany“.

Dafür wird es mit „Not breathing“ wieder richtig schön doomig und Frontfrau Lisa Johansson verzaubert den Zuhörer mit ihrer himmlischen Stimme, während Growler Anders für den dazugehörigen Kontrast sorgt. Musikalisch wird man hier auch an My Dying Bride erinnert. Dies ist auch bei dem Song „Morphine Cloud“ der Fall, bei dem das Eröffnungsriff stark an deren „Turn loose the Swan“ Album denken lässt.

Bei „Bloodflower“ zeigt man wieder mehr Tristesse und Melancholie, ohne dabei die Trademarks außer Acht zu lassen. „The Empty Stare“ bricht ein wenig aus dem gewohnten Schema aus, denn hier zeigt man einige leicht unübliche Gitarrenriffs, einen coolen Basslauf im Mittelpart und interessante Keyboards. Bitte mehr davon!

Abgeschlossen wird das Album von dem kurzen Klavieroutro „September Ashes“, womit ich letztendlich doch ein richtiges 10 minütiges Doom Epos, wie auf den übrigen Alben gewohnt, verwisse. Schade!

Das einzige Manko bei Draconian ist die Tatsache, dass sämtliche Songs an sich sehr ähnlich klingen. Zwar bemüht man sich um Abwechslung (siehe beim Song „The empty Stare“), aber dies nur ansatzweise. In musikalischer Hinsicht müssten deutlichere Kontraste, und damit meine ich nicht nur den Gesang sondern vor allem die Instrumente, aufgezeigt werden. Gerade als Doom Band hat man viele Möglichkeiten, mit Gefühlen zu spielen. Die besten Vorreiter sind und bleiben hier My Dying Bride, die mit keinem Album gleich klingen und sogar auf den Alben unterschiedliche Atmosphären und Stimmungen erschaffen.

Fazit: Dennoch bleibt „Turning Season within“ ein sehr cooles Doom Death Metal Album, das für Fans von Bands wie My Dying Bride, der alten Katatonia, der alten Anathema oder eben Draconian sehr gut geeignet ist. Wer nicht viel Wert auf Abwechslung legt, kann hier bedenkenlos zugreifen!

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