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Downcast: Confessions Of The End

Zum Ende ist die Luft dann doch schon heraus
Wertung: 5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:37
Release: 21.12.2009
Label: Eigenproduktion

Es liegt nicht nur an dem Namen, dass man etwas niedergeschlagen ist, wenn man diese CD in den Händen hält. Vielmehr liegt es daran, dass man sich bewusst machen muss, dass das neuste Album „Confession Of The End“ wörtlich zu nehmen ist und somit auch gleichzeitig das letzte Album der Band darstellt. Denn wie Downcast selbst mitgeteilt hat, hat sich die Band aus Bayern bei Memmingen vor Kurzem aufgelöst.

Bandauflösungen sind immer sehr schade und gerade wenn diese kurz nach den Aufnahmen der letzten CD passieren, würde man der Band natürlich gerne den letzten Akt als Knüller bescheinigen. Leider tut man sich da bei „Confession Of The End“ schwer.

Downcast spielen einen ebenmäßigen Death Metal ohne Höhen und Tiefen und in diesem Fall leider auch ohne Engagement. Die Riffs sind meist eintönig und monoton heruntergespielt. Die Drums wirken mechanisch und leer. Generell wirkt der Sound auf seine Weise steif. Bei den Vocals hingegen schwingt ein bisschen mehr Seele mit. Downcast bedient sich hierbei einem Stil aus Growls und keifenden Screams, aber auch bei dem Gesang ist keine großartige Innovation zu erwarten. Auch wenn die Musik stellenweise recht kraftvoll einsteigt, verfällt sie früher oder später doch immer wieder in einen Trott, der sich in monotonen und wiederholungsträchtigen Tonabfolgen zeigt, die besonders bei den Gitarristen festzustellen sind. Dies kann man zum Beispiel gut bei „The Basilisk“ heraushören, welches sich streckenweise regelrecht dahinquält. Auch sonst steigert sich beim Hören des Albums mehr die Langeweile als die Motivation und teilweise ist es sogar richtig anstrengend dem Album aufmerksam zuzuhören. Man merkt, dass bei der Band schon während der Aufnahmen die Luft heraus gewesen sein muss und die Auflösung von Downcast keiner spontanen Idee entsprungen ist.

Zu der eher mageren Kreativität der Band, kommt noch, dass der Sound der CD sehr dumpf und flach ist, was aber eher auf eine unausgereifte Produktion als auf die Band selber zurückzuführen ist. Auch die Liedübergänge fallen wohl in diese Kategorie, denn diese sind doch auffällig abrupt und holprig.

Thematisch bewegen sich Downcast in der typischen Death-Metal-Schublade. Es geht um Tod, Zerfall und um das ein oder andere Monster. Die Texte sind durchgehend eher mager und nichts sagend. Wenn man genau hinsieht, wird einem aber „The Answer“ dafür positiv auffallen. Dieser Song setzt sich kritisch, aber nicht bösartig mit einer Eigenheit der christlichen Religion auseinander und fällt dadurch positiv aus der riesigen Menge an stumpf religionshassenden und dadurch eher einschläfernden Texten anderer Bands heraus. Durch die in dem Text herausgestellte modern-realistische und gleichzeitig differenzierte Einstellung zur Religion wirkt die Platte an dieser Stelle sehr erfrischend und interessant, was man gegenüber der restlichen 40 Minuten Spielzeit leider nicht unbedingt sagen kann.
Aber auch wenn die Musik wie oben erwähnt nicht wirklich was reißen kann, so ist es doch wenigstens der Titel „The Horse In The Cradle“, der Bezug auf eine Sage aus dem Heimatort von Downcast nimmt und den Hörer mit seiner Unkonventionalität letztendlich etwas aufmuntert.

„Confession Of The End“ ist unterm Strich ein durchschnittliches Death-Metal-Album, das so lange ganz gut zu hören ist, solange man sich nicht allzu sehr darauf konzentriert. Wer aber von einem Album mehr erwartet, der sollte sich vielleicht noch einmal bei den älteren Scheiben von Downcast umsehen. Nichtsdestotrotz wünschen wir der Band alles Gute und sind uns sicher, dass sie auch weiterhin ihren musikalischen Weg gehen werden.

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