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Down: Diary Of A Mad Band

Kultige Filmaufnahmen der Südstaatler
Wertung: 9/10
Genre: Sludge Metal/Stoner Metal
Spielzeit: 120:00
Release: 01.10.2010
Label: Roadrunner Records

Nachdem bei uns bereits die Audio-Aufnahmen in Form des Live-Albums „Diary Of A Mad Band“ der absoluten Legendentruppe Down mit angemessen hoher Wertung und dem Prädikat „besonders wertvoll“ vergütet wurde, stehen uns nun nachträglich noch die dazugehörigen Filmaufnahmen der gleichnamigen DVD ins Haus. Diese beinhalten eine in Filmform dokumentierte Tour durch Europa und natürlich auch einiges an spaßigen Juxfilmchen und Outtakes im Stil der berüchtigten und viel gesehenen alten Pantera-Home-Videos. Insgesamt kommt die Scheibe auf eine durchschnittliche Menge an bewegten Bildern.

 

Schon zu Beginn des Features macht die Truppe um den wie immer polarisierenden Philip Hansen Anselmo gleich mal deutlich, was sie sich bei dem Ganzen gedacht haben. Der geneigte Zuschauer wird erstmal darauf hingewiesen, dass der komplette Film sich im Retrolook mit 4:3 Format zu präsentieren weiß und dass man bewusst auf das vergessene Flair der Videoveröffentlichungen aus den 1970er Jahren setzt. Die Nummer läuft auch gut an und nach einer stilechten Einstiegserzählung von Herrn Anselmo und einem äußerst gelungenen Intro, das die berühmte „Nodferatus Lair“ im tiefsten amerikanischem Süden von Louisiana zum Schauplatz hat, ist man bereits von der einzigartigen Atmosphäre in den Bann gezogen. Danach geht es dann auch schon ab nach Europa mit der Südstaatentruppe und es bahnen sich mit „Lysergic Funeral Procession“ und „Lifer“ die ersten Songs an. Gerade für die heimischen Fans eine Freude, den Hamburg und Köln bieten gleich bekanntes Terrain.

Der Sound ist bei den Songs für die Retro-Aufmachung erstaunlich gut und fühlt sich dennoch angenehm unsauber an, was der Vintage-Atmosphäre nur zuträglich ist. Beschweren kann man sich allerdings, dass es sich bei der Tonspur, wenn diese auch live ist, nicht um die originale Aufnahme der jeweiligen Lokalität handelt. Wie dem auch sei, die Band bringt ihren signifikanten Klang überzeugend rüber und es ist offensichtlich, dass hier Altmeister ihrem Handwerk nachgehen. Der viel diskutierte Gesang von Phil Anselmo, der hier und dort auch mal falsche Töne trifft, ist allerdings an Charakter und Wiedererkennungswert kaum zu überbieten. Für Fans ist hier die Gänsehaut sozusagen schon im Paket inbegriffen, aber Kritiker werden hier auch wieder was zum Nörgeln finden können. Der Verlauf des Videos setzt sich im Großen und Ganzen aus den Liedern zusammen, die in allen möglichen Clubs zum Besten gegeben werden, und Backstage-Aufnahmen, die zwischen den Stücken immer wieder eingespielt werden und dafür sorgen, dass auch eine Art Geschichte der Tour erzählt wird. Dabei dominiert eindeutig die Musik, doch wem die Lust nach Backstage-Aufnahmen nach dem eigentlichem Film noch nicht vergangen ist, der kann sich dann nochmal die bereits angesprochenen Extras antun.

 

Die bereits erwähnten Kritiker können zwar zu Recht hier und dort an fehlender Hochwertigkeit der DVD, die gerade bei vier langen Jahren Produktion eigentlich fehl am Platz ist, meckern, aber wenn man mit der Band Down vertraut ist, konnte man sich schon denken, dass diese eher auf Kult abzielen und nicht auf technischen Schnick-Schnack. Für Fans und Puristen sei diese äußerst kultige Videoscheibe also wärmstens empfohlen.

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