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Dorrn: Sweet Borderliner

Rock-Crossover mit Nu-Metal aus Hamburg
Wertung: 6.5/10
Genre: Rock-Crossover, Nu Metal
Spielzeit: 46:25
Release: 29.08.2008
Label: STF Records

Dorrn, das ist ein Hamburger Quartett, welches nun mit „Sweet Borderliner“ sein neuestes Studiowerk veröffentlicht. Die Band spielt eine Mischung aus Rock-Crossover und Nu-Metal.

Bei dem Album sticht schon beim ersten Hören sofort die Stimme von Sängerin Jackie heraus. Ihr Gesang ist in einer angenehmen Tonlage und sehr variabel. So singt sich manchmal sehr melodisch, wie bei „Melancholic“, dann hört man sie öfters schreien oder brüllen. Ebendiese beiden Arten von Gesang dominieren im Wechselspiel die Songs der Band. Als Beispiel könnte man hier „Love Bizarre“ oder „Destroy“ nennen. Aber dies sind noch nicht alle ihre Qualitäten. Tendiert die Musik in Richtung Nu-Metal, wechselt Jackie in einen Sprechgesang oder Rap. Gut zu hören ist dies beim leicht elektrisch angehauchten „Beat Of Luxury“.

Leider ist Jackie nicht nur ein besonderer Part der Band, sondern teils ein zu herausragender. Die Gesangslinien sind sehr deutlich in den Vordergrund gerückt, was Abzüge bei der musikalischen Unterlegung bedeutet. Klanglich sind viele Stücke sehr ähnlich. Es gibt kaum Ausbrüche aus dem allgemeinen Schema. Die Band setzt außer ein paar besonderen Drum-Einlagen, wie bei „Nice To Know You“, wo man sich allerdings fragt, wo hier der Rhythmus geblieben ist, und ein paar härteren Gitarren-Riffs wie bei „Fighter“ oder „Never Saw Me“, kaum Akzente in ihrem Spiel.

Die meisten Songs auf dem Longplayer bewegen sich im Midtempobereich mit rockiger Attitüde. Nach oben stechen dabei Tracks wie „Zombie Hunters“ oder „Never Saw Me“ heraus. Mit „Melancholic“ ist auch eine Ballade vertreten, welche mit Akustikgitarre vorgetragen wird. „Beat Of Luxury“ schafft es dabei ein wenig auszubrechen und ein paar Wechselspiele in der musikalischen Begleitung zu fabrizieren. „Sweet Borderliner“ und das doch langatmige „I Burn“ verbreiten dann noch etwas Groove.

Fazit: „Sweet Borderliner“ ist gesangstechnisch ein abwechslungsreiches Album. Manko der Platte ist jedoch, dass die Musik zu wenig zur Geltung kommt. Die restlichen Bandmitglieder laufen einfach mit Jackie mit, scheinbar darauf bedacht, ihren Gesang nicht zu stören. Jedoch wünscht man sich an manchen Stellen doch etwas mehr Kreativität, ein paar Höhepunkte in der Musik und schlicht und einfach mehr Power und Dynamik. Als Bonus bekommt man dann noch ein Video zu dem schon älteren Titel „Mad Girl“ mitgeliefert. Im Gesamtkonzept ist die Platte trotz der Kritik gut gelungen und bietet viel Potenzial für nachfolgende Werke.

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