Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dominus Praelii: Holding The Flag Of War

True Metal aus Brasilien
Wertung: 5.5/10
Genre: True Metal
Spielzeit: 68:33
Release: 15.02.2008
Label: Metal Fighters

Mit “Holding The Flag Of War” wird das zweite Werk der brasilianischen True Metal Combo Dominus Praelii wiederveröffentlicht. Ob man das braucht, könnt ihr in den folgenden Zeilen lesen und euch eure eigene Meinung bilden.

Los geht`s mit „Hard Deadly Wheels“, das mich schnell an die alten Omen denken lässt, nicht nur, weil der Sänger öfters mal in die Tonlagen von Coburn Pharr driftet. Ansonsten gibt es deftigen NWOBHM Metal der etwas schnelleren Gangart. Präzise hämmert man alles nieder, was sich in den Weg stellt, ohne die Melodie aus dem Auge zu verlieren, die zum größten Teil von Sänger R. Pigatto vorgegeben wird.

„Scent Of Death“ weicht keinen Millimeter vom eingeschlagenen Kurs ab, auch wenn hier des öfteren langsamere Parts eingebaut sind. Die Doublebassdrums von Wagner sind eigentlich permanent zugegen. Nicht wirklich was Neues, aber die Band sieht sich ja selbst im Old School Heavy Metal und den spielt sie absolut gekonnt. Das Solo im zweiten Song kann auch überzeugen.

„Khan`s Warriors“ zeigt direkt zu Beginn, warum zwei Gitarren für den Musikstil wichtig sind. Im Wechsel treten die Axtschwinger Evandro Romero und Silvio Rocha zum Duell an. Irgendwie schleicht sich auch immer mehr ein gewisses Manowar Feeling ein, welches gerade durch den Gesang noch unterstützt wird. Wer jetzt aber an die neuere Schaffensphase der „Kings of Metal“ denkt, sollte sich lieber an die Anfangstage der Band vor „Sign Of The Hammer“ besinnen.

„Khan`s Legacy“ dominiert weiterhin mit Doublebassdrumaction und den dazugehörigen Gitarren. Der Gesang stößt das ein oder andere Mal ein wenig an seine Grenzen und klingt nicht immer stimmig in seiner Betonung. Nun ja, wenn denn da ein bisschen mehr von einer eigenen Note in dem Song wäre, dann könnte man über so etwas vielleicht noch hinwegsehen. Die Melodien, welche von den Gitarren gezaubert werden, gehen schon fast ein wenig im Schlachtfeld der Drums und des Tieftöners unter. Schade, denn etwas mehr Transparenz im Sound wäre hier nicht verkehrt gewesen.

„Cold Winds“ beginnt richtig gehend heroisch. Dazu die militärischen Drums und man meint fast, stramm stehen zu müssen, was natürlich beim Headbangen nicht so wirklich funktioniert. Aber mal ehrlich, dieser Song könnte auch von Manowar stammen. Ja, ein kleines Highlight, wenn auch recht uninspiriert.

„Knight Of The Silver Moon“ verlässt den nun eingeschlagenen Weg nicht mehr. Den selbst ernannten Kings des Metal wird hier weiterhin gehuldigt. Speziell der gelungene ruhige Mittelpart weiß positiv zu überraschen, auch wenn man dann besser einen langsamen Übergang zurück zum Song gewählt hätte, anstatt wie aus heiterem Himmel wieder loszuknüppeln.

„Saga Of Killing Riders“ sowie auch „Hall Of Power“ zeigen eigentlich keine Veränderung, da die Band kompromisslos auf ihrem eingeschlagenen Weg verharrt. Somit stellt sich dann auch langsam eine gewisse Langeweile ein, welche dann aber doch durch den letzten Song der regulären CD „Waves Of War“ ein wenig unterbrochen wird. Langsam und majestätisch bewegt sich der Song fort und setzt nochmal ein kleines Ausrufezeichen. Manowar werden den Song mögen, denke ich, auch wenn die typischen „Hail Hail“ Rufe fehlen.

Als Bonus gibt es dann noch zwei Demosongs plus einen Livedemomitschnitt. Der Sound ist natürlich deutlich roher; unglücklich, dass praktisch der erste Demosong direkt der letzte des Albums war. Wobei für mich unverständlich ist, dass man auf dem Album das sehr gelungene Intro weggelassen hat. Irgendwie klingt der Song in der Urversion noch einen Tick kultiger. Der Sound ist zwar nicht so powervoll, aber das steht der Band auch nicht schlecht.

Mit leichtem Brummen im Hintergrund wird dann auch die Demoversion von „Khan`s Warriors“ rausgehauen. Als besonderes Schmankerl gibt es dann noch eine Liveversion von „Mighty Odin“. Guter Song, der auch von der ersten Demo stammt. Eigentlich hätte jetzt nur noch die Demoversion von „Cold Winds“ gefehlt. Die Spielzeit mit über 68 Minuten ist zwar absolut in Ordnung, aber wenn, dann hätte man den Song auch noch draufpacken müssen.

Fazit: Wem Manowar nicht mehr gefallen, weil sie zu weit weg sind von ihrer damaligen genialen Phase und wer auch die kultigen Omen verehrt hat, als sie noch richtig Gas gaben, der kann hier unbedenklich zuschlagen. Alle anderen sollten vielleicht erst mal reinhören. An Power und Drive fehlt es den Brasilianern sicher nicht, nur ist man halt recht Old School, aber ohne wirklichen eigenen Stil.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna