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Dominici: 03 A Trilogy - Part 3

Für Fans von Dream Theater, Fates Warning, Symphony X oder Pagan Minds
Wertung: 9/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 56:43
Release: 18.04.2008
Label: InsideOut Music GmbH

Für viele ist Charlie Dominici nach wie vor DER Dream Theater Sänger schlechthin, der auf deren Debutalbum „When Dream And Day Unite“ zu hören war und dort scheinbar eindrucksvolle Spuren hinterließ. Für mich wurden die New Yorker zwar erst mit „Images and Words“ interessant, aber es gibt noch etliche Die Hard Anhänger, die auf den Mann mit den italienischen Vorfahren schwören.

Dass der Gute es noch immer drauf hat beweißt Dominici mit der Trilogie „O3 – A Trilogy“. Während der erste Teil ein reines Singer / Songwriter Scheibchen war und noch wenig beeindrucken konnte, kehrte Charlie spätestens beim zweiten Teil, das letztes Jahr über Inside Out veröffentlicht wurde und schon sehr vielversprechend klang, wieder zu seinen Wurzeln zurück.

Mit „O3 – A Trilogie Part 3“ hat man nun den Höhepunkt erreicht, denn das Album braucht sich hinter der Prog Metal Konkurrenz wie Dream Theater, Fates Warning, Symphony X oder Pagan Minds nicht verstecken.

„O3 – A Trilogie Part 3“ wird von dem starken, überlangen (fast 8 minütigen) Opener „King of Terror“ eingeleitet. Von dem Namen wird durch die anfangs ruhigen Klänge sehr gut abgelenkt und man denkt, dass Charlie hier wieder an seinen ersten Teil anknüpfen wollte. Doch nach knapp 2 Minuten werden dem Hörer wuchtige Drums und sägende Gitarrenriffs entgegengesetzt, die dem Songnamen alle Ehre machen. So hart hätte ich die Musik wirklich nicht erwartet.

„March into Hell“ zeigt sich hier Power Metal lastiger und erinnert stellenweise an eine Mischung aus Kamelot, Eldritch, Angra und Symphony X, was natürlich bei mir auf Wohlwollen stößt. Es fällt zunehmend auch auf, dass die übrigen Musiker in der Band ihre Instrumente wirklich sehr gut beherrschen und auch anspruchsvolle Parts meistern, wo andere lediglich durch 08/15 Parts glänzen.

Nach dem ruhigen „So Help Me God“ (bärenstarke Halbballade mit düsterer Atmosphäre) folgt mit „Liquid Lightning“ eines der absoluten Highlights auf „O3 – A Trilogie Part 3“. Sorry, hier kann ich die Musik einfach nur mit Dream Theater vergleichen! Vor allem die Alben „When Dreams And Day Unite“ als auch „Images And Words“ kommen mir hier oft in den Sinn und bei mir verstärkt sich auch der Gedanke, dass die Band um Mike Portnoy und Dominici ein cooles Tour-Package darstellen würden.

Aber zurück zur Musik: Als nächstes folgt „Enemies Of God“, was allerdings überhaupt nichts mit dem ähnlich namigen Kreator Album zu tun hat, sondern sich erneut von einer sehr proggigen Seite präsentiert. Es fällt auf, dass Charlie hier nicht wirklich fröhliche Texte draufgepackt hat, wenn man sich die Tracklist mal so vor Augen hält. Doch zurück zu den Feinden Gottes: Auch wenn der Song die 10 Minuten Marke geknackt hat, klingt er zu keinem Zeitpunkt langweilig; es gibt keine Längen oder langatmige Passagen und das ist der größte Vorteil im Vergleich zum zweiten Album, denn dort überkam einen doch gelegentlich der Gedanke, dass weniger mehr gewesen wäre. Ebenfalls sehr herausragend ist hier übrigens noch der verträumte Mittelteil, bei dem wohl Pink Floyd Tribut gezollt wird.

„Revelation“ hingegen ist zwar auch eindeutig dem Prog Metal zuzuordnen, zeigt sich aber dafür ein wenig moderner – den Dream Theater Alben „Train Of Thought“ und „6 Degrees Of Inner Turbulence“ nicht ganz ähnlich, wobei auch „Hell On Earth“ in ähnliche Fußspuren tritt. Bei letztem Song erinnert Mister Dominici mich irgendwie an Jon Oliva von Savatage. Hm, „Dead Winter Dead“ wäre hier auch noch ein weiterer Referenzpunkt…

Als letzter Song wird dem Hörer mit dem fast 11 minütigen „Genesis“ noch mal ein großer Batzen Komplexität und Prog Inferno vor den Latz geknallt. Zwar wird es hier gelegentlich doch ein wenig zu komplex, da die Wechsel doch noch etwas konstruiert klingen, doch in Relation zum Restalbum ist das wirklich minimal und fällt auch nicht großartig in die Waagschale.

Fans von oben genannten Bands können sich auf alle Fälle auf ein weiteres herausragendes Progressive Metal Album in diesem Sektor freuen, das zwar mit einer originellen, aber zugleich auch irgendwie wirren Story daherkommt, die man nicht wirklich replizieren kann, weswegen ich mir Hinweise hierzu erspare. Wenn ihr mehr dazu erfahren wollt, müsst ihr schon die CD kaufen!

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