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Division Zero: Division Zero EP

Die räudigen (Punk-)Wurzeln der Band
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal, Punk
Spielzeit: 18:29
Release: 01.12.2005
Label: Eigenproduktion

Nachdem das erste Full-Length-Album des Black-Metal-Trüppchens Division Zero nach geraumer Zeit im schwerelosen Raum des WWW nun 8,5 Punkte bei uns einfahren konnte, wird es doch noch mal Zeit zurück zu den Anfängen zu springen – zu der EP nämlich, die im Winter 2015 veröffentlicht wurde und die eine deutlich ausgeprägtere Punkseite zeigt, welche natürlich in Kombination mit dem typischen Black Metal der Band eine explosive Mischung ergeben kann.

Deutlich häufiger wird hier auch der fast chorale Klargesang verwendet, gerade bei einem Song wie dem absolut bissigen „Para Bellum“ mit seinem urschwarzmetallischen deutschen Text bietet der Gesang einen perfekten Gegenpart, der es fast unmöglich macht, den Song nicht zu lieben – auf die Liste der Anspieltipps schafft es der Track jedenfalls mit Leichtigkeit.

Fast schon thrashig-deathig prügelt sich der Opener „Breaking Bad“ durch die Boxen, Schlagwerker Justus verdrischt die Felle, als gäbe es kein Morgen, während Fronter Swen sich die Seele aus dem Leib kotzt, alles untermalt von einer sehr hintergründig gemischten, düsteren Gitarrenmelodie – und auch hier dürften die klaren Gesänge nicht fehlen. Wer nun dachte, dass sich hier ein Markenzeichen der Band heraushören lässt, sollte nochmal in das nachfolgende Full-Length „Old Blood Noise“ reinhören, wo die Klargesänge auf ein Minimum herunter gestutzt wurden; eigentlich schade, aber das tut der Wirkung der neueren Songs zum Glück keinen Abbruch.

„Beben Im Verstand“ setzt dann gleich von Beginn an auf deutsche Texte, auch hier punktet in erster Linie die Gitarrenfront, gleichzeitig klingt das Strophengeschrei etwas gequält, wird aber von ordentlichem Schwarzwurzelgekeife abgelöst, das dem Sound deutlich besser zu Gesicht steht. Trotzdem muss man anerkennen, dass sich hier um (stimmliche) Variabilität bemüht wird und Sänger Swen eigentlich alle Gesangsstile durchweg passend durch die Boxen prügelt. Keine Spur von stumpfem Dahergegrunze oder betont fiesem Geschrei, alles wirkt in sich stimmig und hält teils einige Überraschungen parat; schließlich muss man diese Mönchsgesänge erst mal hinbekommen.

Ganz klar, Division Zero legen hier den soundtechnischen Grundstein für die Tracks auf „Old Blood Noise“ – man gibt sich zwar dabei roher, etwas stumpfer und durchweg räudiger, ohne jedoch in den Soundmatsch zu verfallen, der viele frische Black-Metal-Bands hinab zieht. Metalfans sollten hier grundsätzlich ein Ohr riskieren; im Gegensatz zum Debütalbum, das mit der Pressung noch auf sich warten lässt, gibt es die EP auch bei der Band zu erstehen – es lohnt sich!

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