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Divine Zero: The Day God Left

Niederrhein ist das neue Schweden
Wertung: 7/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 50:30
Release: 24.10.2008
Label: Dr. Music Promotion / Rough Trade

Erkelenz sollte man sich mal auf den Merkzettel schreiben, wenn man auf der Suche nach neuem, erfrischend unverbrauchtem Material in Sachen Melodic Death Metal unterwegs ist. Aber warum dann nicht Skandinavien, wenn doch Melodeath draufsteht? Ganz einfach, weil Erkelenz die Heimat der Jungs von Divine:Zero ist, die mit „The Day God Left“ ein Full Length-Debut vorgelegt haben, das es in sich hat. Und ab sofort hat auch die Region Niederrhein in Sachen Melodeath mitzureden. 

Die Stärke der Band zeigt sich umgehend mit Beginn des Openersongs “The Casket Nausea”: Melodien, die den Ohren schmeicheln, weisen den Weg und mit der Vehemenz einer Dampfwalze geht es voran. Gegenüber dem eher im Midtempo gehaltenen Vorgänger drehen die Jungs für „Sever The Faithful“ gehörig an der Temposchraube. 
Eine gehörige Thrash-Schlagseite ist dem folgenden „Nihilism Enterprises“ mit auf den Weg gegeben worden. Die Leadmelodie dieses Stückes weiß ebenfalls zu gefallen, allerdings wirkt dieser Song ein wenig zu sehr in die Länge gezogen.  

Deftig, deftig, denkt man ob des ebensolchen Riffings von “Headshot Messiah”. Hier punktet der kurze Keyboard-Part von Nadja. Schade, dass sie mittlerweile nicht mehr dabei ist. Jedenfalls fällt mir jetzt mal so ganz nebenbei ein, dass ich den Jungs überaus dankbar bin. Dankbar dafür, dass sie zwar modern klingen, aber trotzdem nicht dem Trend hinterher hecheln und meinen, sie müssten auf teufel-komm-raus auch Cleanvocals in ihren Kompositionen unterbringen. Vielmehr ist auf dem ganzen Album amtliches Growling angesagt.

Der vom Midtempo geprägte Song “Death My Command” weiß weiterhin mit recht kernigem Riffing zu fesseln. Leider ist dieser Track ein wenig zu farblos, um sich dauerhaft im Gedächtniszentrum festzusetzen.
Ganz ruhige Töne prägen den Anfang von „My Silent Remedy“. Allerdings währt dies nur sekundenlang, bevor das Tempo wieder forciert wird und schöne Melodiebögen sowie ein äußerst atmosphärisches ruhiges Zwischenstück präsentiert werden; letzteres hätte ich so von der Band nicht erwartet. Insgesamt ist die Melodiearbeit in diesem Song sehr gelungen.  

Mitreißend gestaltet sich der Beginn von „The Judgement“, anders kann man es nicht umschreiben. Dann drücken die Jungs voll auf das Tempo. Und einmal mehr fragt sich der Geografie-Legastheniker, ob Erkelenz nicht doch irgendwo in Schweden liegt, denn mal ehrlich: Dieses Melodiemonster könnte ebenso von einer dort ansässigen Band stammen.
Das, was die Jungs bei “Empire” leisten, hat eine Höchstpunktzahl verdient - absolut mitreißendes Material. Da bekommt man unweigerlich das dringende Bedürfnis, wild headbangend durchs Wohnzimmer zu toben, klasse.

In “Black Annihilation” sowie dem letzten Song „Perdition Sunrise“ zeigt sich die Vorliebe der Jungs zu thrash-orientiertem Material von einer deutlicheren Seite, denn das Zeug knallt gewaltig. Vor allem bei letzterem zeigt sich die Band rhythmustechnisch äußerst variabel und lässt auch noch ein Gitarrensolo vom Stapel.  

Seitens der Produktion fällt nichts ins Auge, das einen Grund zu meckern liefern würde. Es sitzt alles am rechten Fleck und wenn man die Boxen richtig aufdreht, dürften sich wegen des Drucks, mit dem das Ganze aus den Lautsprechern donnert, auch die Nachbarn an dem Album erfreuen. 

Fazit: Ein homogenes Werk, das wie ein frischer Wind durch die Musiklandschaft weht. Wenn die Jungs es künftig schaffen, noch mehr Ohrwürmer zum Leben zu erwecken, dann wird aus diesem frischen Wind ein alles mit sich reißender Orkan.

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