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Divine To The End: Firestrike (Demo)

"Göttlich bis zum Schluss?" Nicht wirklich.
Wertung: 4.5/10
Genre: Metal/Rock/Alternative
Spielzeit: 11:59
Release: 29.11.2010
Label: FNR

Na, da haben sie sich ja einiges vorgenommen: Die Bühnen der Welt wollen Divine To The End in Schutt und Asche legen, Metal, Pop und Klassik vereinen und dabei auch noch mitreißend und eigenständig sein. Ob das eine Art Größenwahn ist, an dem die vier Jungs nach dem Gewinn des Emergenza-Bandwettbewerbs 2009 und dem Erhalt des Deutschen Rock- & Pop-Preises im selben Jahr erkrankt sind? Oder tue ich ihnen hier gerade Unrecht und ihr Demo „Firestrike“ ist tatsächlich so etwas wie das „next big thing“?

Das schnurgerade, absolut metal-typische Riffing des Openers ist jedenfalls alles andere als innovativ und ob ein paar Streicher aus der Dose schon als „Klassik“ durchgehen, steht auch mindestens zur Diskussion. Die heiser geshouteten Strophen auf Deutsch und den Refrain auf Englisch zu gestalten, ist sicherlich eine nicht ganz alltägliche Idee. So richtig neu ist sie dann aber auch wieder nicht; Polarkreis 18 waren damit sogar schon in den Charts. Man muss Divine To The End aber zugestehen, dass sie mit „Firestrike“ einen wirklichen Ohrwurm geschaffen haben, der, zumindest im Refrain, das Wörtchen „Pop“ in positiver Konnotation auf jeden Fall verdient.

Textlich versuchen die Jungs, tiefsinnig und anspruchsvoll rüberzukommen; letztendlich verbirgt sich dahinter aber eher Pseudointellektualismus, der bierernst vorgetragen wird und daher ziemlich verkrampft wirkt: Fühlt sich ein bisschen an, wie Rammstein ohne Ironie oder Subway To Sally mit weniger kunstvollen Metaphern. Die kurze, pathetisch vorgetragene Predigt im Mittelteil bestärkt diesen Eindruck noch.

Ein zwiespältiger Eindruck also, den der Opener hinterlässt: einerseits ein schöner Refrain und Zweisprachigkeit als Gimmick, andererseits musikalische Standardkost und gewöhnungsbedürftige Texte. Mal sehen, ob sich das mit „Walk In Line“ ändert.

Musikalisch dank funkig pumpender Bässe und dynamischerer Gitarren deutlich spannender als der Opener, ist es diesmal vor allem der Text, der sauer aufstößt: Deutsche Strophen, die poetisch klingen wollen, aber an Kernstellen reimtechnisch völlig verunglücken und ein mit penetrantem Akzent vorgetragener englischer Refrain, der anscheinend wörtlich aus dem Deutschen übersetzt wurde – das geht gar nicht. Zudem ist der Track auch bei weitem nicht so eingängig wie sein Vorgänger und schmiert damit zielsicher ab.

„Trevor Was Wrong“ rettet als ordentlicher dritter Track immerhin noch ein bisschen die Daseinsberechtigung. Der deutsche Akzent nervt zwar erst recht, wenn der ganze Song in Englisch gesungen wird; dafür kriegt man aber härtere Gitarren und schön ausgearbeitete Gitarren- und Keyboardlines, die dem Song etwas Hymnenhaftes verleihen. Wie gesagt: ordentlich, mehr allerdings auch nicht. Die Frage, warum das Mittelmaß, das Divine To The End auf „Firestrike“ präsentieren, für den Deutschen Rock- & Pop-Preis gereicht hat, muss daher erlaubt sein. Unhörbar ist diese erste Kostprobe zwar nicht; „mitreißend“ und „eigenständig“ klingt aber klar anders.

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