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Divided In Spheres: Illusion Ends EP

Es bleibt einem nichts anderes übrig, als in Ehrfurcht zu erstarren
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Death Metal
Spielzeit: 25:16
Release: 01.01.2010
Label: Eigenproduktion

Divided In Spheres klingen nach gestandenen Männern. Kerlen, die schon viel Scheiß durchgemacht haben, sich zugesoffen, gekotzt und wieder aufgerappelt haben, und jetzt halbwegs geläutert und um einige Erfahrungen reicher, Melodic Death Metal mit sozialkritischem Einschlag in die Welt hinausblasen.

Wer findet den Fehler im Bild? Schaut man auf die Myspace-Seite der vier Jungs, stellt sich heraus, dass das Quartett zusammen gerade mal ein Jahrhundert auf dem Buckel haben dürfte – und trotzdem spielen die Nordrhein-Westfalen technisch ausgereiften Death Metal, der sich mit den Großen der Szene ganz eindeutig messen kann. Auf nur fünf Stücken, verpackt in knappe 25 Minuten Spielzeit, machen Drummer Kim, Bassist Caspar, Gitarrist Sebastian und Sänger Yannic deutlich, was sie von der heutigen Gesellschaft halten – speziell Letzterer überzeugt dabei durch eine stimmliche Reife, die den Kollegen Anders Friden von In Flames oder dem Heaven Shall Burn-Frontmessias Marcus Bischoff in nichts nachsteht. 

Ins Rollen kam die Band bereits 2005, nannte sich – nach einem Song ihrer Favorites Amon Amarth, deren Einfluss übrigens vor allem im Opener recht deutlich zu hören ist – „Metal Wrath“ und begann mit dem Proben und damit, diverse Bühnen unsicher zu machen. Dass die Jungs erst jetzt ihre Debüt-EP veröffentlichen, liegt mit an dem üblichen Kommen und Gehen diverser Bandmitglieder, tut der Tatsache aber keinen Abbruch, dass sich hier Großes anbahnt.

Los geht’s mit „Drain My Thoughts“, das noch relativ unspektakulär mit treibenden Gitarren und tiefen Growls startet – das Stück macht schon zu Beginn Spaß, die Zutaten kennt man jedoch bereits.Völlig überraschend kommt allerdings der Refrain mit seinem deutlich hörbaren Viking Metal-Einfluss und einem absolut genialen Gitarrenlick daher, zu dem man nichts anderes tun kann und will, als wild seine Haare zu schütteln.

Der Titelsong der EP beherbergt ein wahres Gitarrengewitter und – man höre und staune – einen klar gesungenen Refrain, der sich wunderbar in den Song einfügt. Etwas sphärisch wirkende Gitarrensoli werden eingestreut, der technische Anspruch steigt und man kann sich wohlig zurücklehnen und der Dinge harren, die da noch kommen mögen.

Und es kommt einiges auf den Hörer zu: „Shading The Sun“ ist ein Monster von einem Song, das gleich zu Beginng ordentlich losgroovt; die Ähnlichkeit mit den Thüringer Meistern von Heaven Shall Burn ist zwar nicht zu überhören, doch Divided In Spheres bringen ihre ganz eigenen Nuancen mit ein und sind so weit entfernt davon, irgendwen zu imitieren. Haben die Jungs ja auch gar nicht nötig. Im Gegenteil: ordentliches Drumgeboller begleitet die geisteskranken, fast manischen Vocals, bei denen ich mich nur immer wieder wundern kann, wie die Stimmbänder das aushalten. Angeblich suchte die Band ausgerechnet Yannik als Sänger aus, weil er dafür bekannt war, auf Parties zu growlen, wenn er einen zuviel getrunken hatte – das lässt doch Hoffnung aufkeimen für alle verkappten Suff-Sänger.

Richtig kuschelig wird’s bei „Wall Of Lies“, einem atmosphärisch-ruhigen Stück mit einedringlichem Gesang, das entfernt an die Stimmung erinnert, die In Flames bei „Metaphor“ entwickeln. Absolutes Gänsehaut-Feeling überkommt mich, als sich der Song zu einem ersten Höhepunkt steigert, die Drums in den Vordergrund geschoben werden und das Stück dann ruhig wieder ausklingt. Ein garantierter Livehammer!

Ein Fazit ist hier fast unnötig. Divided In Spheres setzen Maßstäbe mit ihrem ersten Output, ganz gleich, wie jung die Band sein mag – für mich gehört die Formation jetzt schon zu den Highlights in der Sparte Melodic-Death-Frischlinge.

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