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Disturbed: The Lost Children

Ein Must Have für echte Fans
keine Wertung
Genre: Metal, Heavy Metal
Spielzeit: 60:48
Release: 08.11.2011
Label: Reprise Records/Warner Music Group

Die Amis Disturbed sind ein typisches Beispiel dafür, wie der amerikanische Markt eine Band verhunzen kann. Zu Beginn der Karriere, als 2000 ihr Debütalbum "The Sickness" veröffentlicht wurde, war die Band unter Tausenden wiederzuerkennen, nicht zuletzt wegen des wirklich großartigen Organs von Sänger David Draiman, der der Combo einen enormen Wiedererkennungswert verschaffte. Auch der Nachfolger "Believe" zwei Jahre später hielt einige Hits parat, mit dem darauffolgenden "Ten Thousand Fists" wurde der Silberstreif am Horizont allerdings schon schmaler. Disturbed hatten sich eine riesige Fanbase erspielt und wandten sich irgendwie ein wenig mehr der, nennen wir es kommerzielleren Seite des Metals zu, woraufhin die beiden Platten "Indestructible" und "Asylum" geboren wurden, die nicht nur ziemlich untergingen, sondern auch nicht unbedingt die Highlights der Bandhistorie darstellen.

Umso begeisterter wurde die Nachricht über eine B-Sides-Compilation aufgenommen, schließlich handelt es sich hier größtenteils um ältere Tracks, die entweder noch nicht veröffentlicht wurden oder wie gesagt als B-Seiten irgendwo im Plattenhimmel herumgeistern. "The Lost Children" wurde das Scheibchen folgerichtig betitelt und enthält neben dem grandiosen "Dehumanized", von dem der Otto-Normal-Fan wahrscheinlich nur die Liveversion auf der "Music As A Weapon II"-DVD kennt, einige interessante Häppchen, die Disturbed wieder in alter Form präsentieren.

Ganz nebenbei haben die Jungs zwei wirklich olle Socken ausgegraben, die bereits auf "The Sickness" zu bewundern waren: "God Of The Mind" und "A Welcome Burden" nämlich, des weiteren gibt es drei Bonus-Tracks von der UK-Tour-Edition von "Ten Thousand Fists" zu hören. "Monster" gibt sich etwas an die Old-School-Songs angelehnt, "Two Worlds" und "Sickened" hört man die neuen Einflüsse aber definitiv schon an. Vor allem letzteres besticht durch ein zwar kurzes, aber sehr prägnantes Intro, gefolgt von Davids klarem Gesang, dem man in jedem Fall anhört, dass es nicht aus den ersten beiden Alben stammt. Dennoch mausert sich der Track schnell zum Anspieltipp, auch oder gerade wegen der schönen Melodie im Refrain.

Mit "Run" und "Parasite" sind auch zwei Songs aus der "Indestructible"-Phase mit an Bord, die auf der limitierten beziehungsweise japanischen Ausführung des betreffenden Albums zu finden sind. Von den beiden Tracks ist "Run" definitiv der bessere, aus dem einfachen Grund, weil "Parasite" sich eher sang- und klanglos dahinschleppt als wirklich voranzukommen; ein Problem, dass viele neue Disturbed-Stücke zu haben scheinen.

Neben all den Klassikern und versteckten Raritäten haben es ganz zum Schluss auch zwei Coversongs auf die Scheibe geschafft, die ein ziemlich breites Spektrum abdecken. Dass ausgerechnet Disturbed mal Faith No More covern würden, hätte man sich so gar nicht vorstellen können, aber die Amis haben "Midlife Crisis" erstaunlich geil umgesetzt und Davids Stimme passt besser zu dem Song als gedacht. Klassischer wird es dann schon mit dem Judas Priest'schen "Living After Midnight"; Draiman und Rob Halford teilen ja zumindest die Vorliebe für enge Lederhosen (wenn auch wahrscheinlich aus unterschiedlichen Beweggründen) und überhaupt sehen sich Disturbed ja eher in der Tradition klassischer Metalbands - dennoch klingt die Disturbed-Version hier ein wenig, als könnte sie in Clubs als Tanzflächenheizer laufen, die auch der gute Rob des Öfteren frequentieren würde.

Auch hier wird keine Wertung fällig, weil es sich schlicht um eine Compilation handelt; dennoch muss man dem Vierer einräumen, dass eine wirklich gute Auswahl getroffen und zumindest mit "Midlife Crisis" ein Hammercover gebracht wurde. Für alle Fans ist "The Lost Children" sicherlich eine Anschaffung wert!

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