Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Distance Call: Distance Call

Ordenliches Debüt mit formidabler Frontfrau
Wertung: 7/10
Genre: Hard Rock
Spielzeit: 51:55
Release: 07.10.2011
Label: Sound Guerilla

Die Dortmunder Formation Distance Call haut gleich als erstes Release einen Longplayer heraus und hält sich erst gar nicht mir Promos, Demos, EPs oder Singles auf, was in der heutigen Musikwelt schon erstaunlich ist, zumal sich die Hard-RockerInnen erst im Jahre 2009 zusammenfanden. Zuvor hatte Bandkopf und Ideengeber Robert Resinek ein erstes Lebenszeichen bei den Power-Metallern Custard hinterlassen und Frontfrau sowie Löwenmähne Korry Schadwell ist sicherlich vielen Fans noch als die Stimme von The Mystery bekannt. Komplettiert wird die Distance Call-Truppe durch die Gebrüder Jörn (Drums) und Arno Kädtler (Bass).

Was auch immer Robert und Korry bewogen haben mag, ihre „Stammcombos“ zu verlassen, mit Distance Call folgen sie eigenen, neuen Visionen und fühlen sich offensichtlich im Hard Rock mit gelegentlichen Power-Metal-Ausflügen eher zu Hause und mit Sound Guerilla haben sie auch gleich für ihr Debüt ein Label gefunden, was allerdings nicht zwangsläufig für Qualität steht, denn soviel sei hier vorweg genommen: Das selbstbetitelte Scheibchen hat einige Perlen parat, Fans müssen sich aber auch durch einige Längen hören; doch lieber der Reihe nach.

Schon mit dem Opener „Ray Of Light“ hauen die Pottmucker gehörig auf den Putz: Die starke Gitarrenarbeit wird mit einer hämmernden Doublebass untermauert und über allem thront förmlich die mit einem hohen Widererkennungswert ausgestattete Stimme Korrys. Gerade Korrys Stimmbänder sind (einmal mehr) hervorzuheben, denn weder glatt gebügelt oder piepsig, sondern mit einer souligen Grundharmonie schafft sie locker auch den Sprung zum eher rauchigen Rock’n’Roll – dass sie es live ebenso drauf hat, wies sie schon in zahlreichen Konzerten nach, wo sich dann auch noch der optische Genuss positiv auswirkt.

Neben „Set Me On Fire“ tummelt sich nur noch „Thunderstorm“ in schnelleren Gefilden, denn auf „Distance Call“ gehen die vier eher im Midtempo zu Werke. Das mit einer gehörigen Portion Accept ausgestattete „Bricks“ schafft es tatsächlich, eventuelle Vorbehalte gegen Hard-Rock-Kapellen mit Frontfrauen einzureißen – zeitloser Hard Rock, starker Refrain, Gitarrenarbeit über Durchschnitt – Distance Call weisen nach, dass sie mit dieser eher klassischen Variante ein weiteres Ass im Ärmel haben.

Punkten können die DortmunderInnen aber auch mit dem bluesig-rockenden „Prisoner Of The Past“ oder dem treibendem „Rock The Night“ (wovon sie auch gleich ein Video abgedreht haben). Völlig langweilig quält sich allerdings die Ballade „First Kiss“ aus den Speakern – austauschbar und überflüssig wird der Fluss der Scheibe ein wenig ausgebremst und hinterlässt einen Schatten auf die bisher gut ausgearbeiteten Songideen. Midtempo-Stampfer wie „Gambling“ oder „Wings Of Love“ sind nicht schlecht, aber auch kein unbedingtes Muss.

Na klar ist es heutzutage schwer, sich gleich mit dem Debüt ein eigenes Profil zu erspielen. Distance Call sind dabei auf gar keinem schlechten Weg, bleiben aber auch an einigen Midtemposongs hängen, geraten leicht ins Straucheln, fallen aber nicht, denn Hammertracks wie „Ray Of Light“ oder „Prisoner Of The Past“ machen einfach nur Spaß, gerade ersterer gehört auch live zu den Fanfavoriten. Ihren größten Trumpf haben die DortmunderInnen allerdings in Frontfrau Korry nicht nur als optischen Blickfang, sondern als Rockröhre, die ihre Rotzjahre erfolgreich genutzt hat, eine soulig-rockige Stimme zu verfeinern, die nur sehr schwer zu ersetzen zu sein dürfte. „Set Me On Fire“ – sicher, Distance Call haben schon eingeheizt, doch zum Flächenbrand fehlt noch etwas. Unterm Strich bieten sie ein ordentliches Debüt, was zwar noch etwas Luft nach oben hat, sich aber in einer Hard-Rock-Sammlung gut macht.

„It’s never too late…you can’t escape“ (aus „Prisoner of The Past“)

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging