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Dissorted: I

Ein gelungener Einstand
Wertung: 8/10
Genre: Melodic Thrash Metal
Spielzeit: 23:27
Release: 05.09.2014
Label: Eigenproduktion

Es hat ganz schön lange gedauert, bis die Münchner Dissorted mit der ersten Platte rausgerückt sind. Nun konnte man sich durchringen und hat eine EP produziert. Fünf Songs, eine Spielzeit von nicht ganz 25 Minuten, aber als richtige CD zu haben und nicht nur als Download. Das ist schon mal sehr positiv. Dissorted selbst bezeichnen ihren Stil als Melodic Thrash Metal. Das ist sicherlich nicht falsch, aber einfach nur Thrash Metal hätte als Genreangabe schon auch gereicht. Man pendelt sich ein zwischen Tankard und Sodom, also eher im nicht so brachial schnellen Thrash.

Die Songs haben allesamt Stampfercharakter und basieren auf soliden Riffs, die von den beiden Gitarristen hervorragend dargebracht werden. Die beiden Klampfer harmonieren sehr gut und müssen sich wirklich nicht verstecken. Technisch kann sich ihre Arbeit durchaus sehen lassen und muss auch den Vergleich mit Szenegrößen nicht scheuen. Ähnliches kann man auch über Sänger Mirco sagen. Dissorted setzen auf angerauten Klargesang, der immer ein bisschen zwischen richtig sauber und verraucht-angezerrt klingt. Das ist bei dem Fronter auch kein Problem. Mirco kann singen und trifft die Töne sauber. Da kann man es sich dann auch leisten, dass man nicht nur schreit.

Auch Bass und Schlagzeug kann man sich durchaus anhören. Zumindest technisch gibt es auch hier nichts zu meckern. Allerdings wurde hier am Sound gespart. Die Bassdrum klickt sehr dünn vor sich hin. Die Snare klingt wahnsinnig dumpf und Hi-Hat oder Becken kann man fast gar nicht vernehmen. Ähnliches gilt für Basser Dillon. Ihn hat man fast schon ignoriert. Da wäre schon mehr gegangen. Ein bisschen mehr Kompression und ein bisschen mehr tiefe Mitten, dann hätte der Schuh wahrscheinlich schon gepasst. Aber man darf nicht vergessen, dass wir hier vom Debüt sprechen und da haben andere schon viel Schlechteres abgeliefert.

Über ganz große Strecken entschädigen auch die Songs für den nicht ganz optimalen Sound. Alle Lieder können fesseln und man kann die Platte ohne Probleme mehrmals am Stück hören. Dadurch bedingt, dass es nur fünf Lieder sind, kann man natürlich auch schnell die Texte mitsingen. Da diese aber auch nicht schlecht sind, macht es sogar wirklich Spaß mitzuschreien.

Den ersten Schritt haben Dissorted wirklich gut gemeistert – jetzt heißt es nachlegen. Das erste richtige Album darf jetzt nicht zu lange auf sich warten lassen, denn sonst kann sich wieder niemand mehr an die gute Vorlage in Form dieser EP erinnern. Ein bisschen mehr Eigencharakter könnten die Songs noch vertragen, aber der kommt mit der Zeit sowieso von selber.

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