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Dissolute: Intermittent Parasitic Oscillation

Kann nicht überzeugen
Wertung: 3.5/10
Genre: Hardcore
Spielzeit: 41:48
Release: 01.06.2006
Label: Daredevil Records

Dissolute sind nicht das, was ihr Name eigentlich vermuten lässt. Als „liederlich“ kann man das wirklich nicht bezeichnen sondern eher als „chaotisch“ und „strukturlos“. Das 1998 gegründete Trio hat sich einem mathematisch vertracktem Soundgebilde aus Metalcore, Hardcore, Metal und New Metal verschrieben. Der Legende nach hatten die Burschen irgendwann keinen Bock mehr, sich den ewig gleichen Klängen ihrer Heimat, welche größtenteils dem New Metal, Emo-Core, Pop-Punk Rock und Hardcore entsprangen, anzutun und gründeten deshalb Dissolute. Cleveland im Bundesstaat Ohio (USA) scheint also in den Augen von Dissolute voll von schlechter Musik zu sein. Ich selber weiß das nicht und kann die Theorie nicht bestätigen. Lassen wir das also mal ungeklärt im Raum stehen.

Auf der Homepage und auch im vorliegenden Infozettel der Plattenfirma konnte ich nicht erkennen, ob es sich bei „Intermittent Parasitic Oscillation“ um das Debüt von Dissolute handelt. Aber ich glaube schon, denn außer über zwei Demos und einer EP bin ich im Netz über nichts anderes von ihnen gestolpert. 

Aber was macht denn jetzt die Charakteristik der Mucke von Dissolute aus? Stellt euch die Disharmonien von Ministry und Konsorten vor und verbindet sie mit der Komplexität von Meshuggah. Obwohl das spielerische Können der Gitarrenfraktion sicherlich über jeden Zweifel erhaben ist, sind richtig verfrickelte Ausflüge nicht zu finden. Es ist eher das Schlagzeug, welches den vertrackten Aspekt des Sounds ausmacht. Aber da geht es dann richtig voll zur Sache. Breaks ohne Ende, stetige Takt- und Tempowechsel sowie verzwickte Rhythmen treffen auf typischen Hardcore-Gesang oder in manchen Songs einfach nur auf eine fette Soundwand. 

Aber… eine fette Soundwand und spielerisches Können allein machen eine Platte noch nicht rund. Das große Geheimnis heißt wie immer „Songwriting“. Dass trotz enormer Komplexität dieses auch stimmen kann, beweisen nicht zuletzt Bands wie die genannten Meshuggah oder auch Tool (obwohl die nicht annähernd so brachial zu Werke gehen). Deren überlange Songs fesseln den Zuhörer trotz ihrer Bandbreite an Ideen und führen ihn logisch vom ersten bis zum letzten Takt. Bei Dissolute bleibt meistens nur ein Fragezeichen und die Gewissheit im Kopf, dass man irgendwie mit irgendwelchen Tönen zugepflastert wurde und fertig ist die Laube. Bei den Songlängen von gerade mal zwei bis drei Minuten gelingt es mir auch nicht, mich in den eigentlichen Song gedanklich fallen zu lassen. Kaum angefangen und dann gleich wieder vorbei. 

So rauscht die ganze Platte gänzlich an mir vorbei. Der Sänger brüllt sich zu teils disharmonischen Riffs oder zu stumpfem Hardcore-Riffing die Seele aus dem Leib, das Schlagzeug läuft geölt aber komplizierter als ein 99-jähriger Mathe-Prof und in jedem Song verliert sich der Ansatz eines wenigstens hellroten Fadens. 

Nach der Geräuschkulisse des 12. Songs folgen noch ein paar alte Demo- und EP-Nummern und Compilation-Beiträge. Nette Zugabe aber womöglich wäre die Spielzeit der eigentlichen Tracks sonst zu mager ausgefallen. 

Alles in allem können mich Dissolute mit „Intermittent Parasitic Oscillation“ nicht überzeugen. Mir fehlt das gute Songwriting, ohne das Musik nun mal nicht funktioniert. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass das Trio in der Zukunft noch für Aufsehen sorgen kann, wenn das Songwriting stimmiger daherkommt. Potential ist meiner Meinung nach da. 

Anmerkung: Auf dem Infozettel steht als Veröffentlichungstermin nur Juni 2006. Im Netz habe ich auch kein konkretes Datum gefunden. Also haltet die Augen ab Juni offen, wenn ihr doch mal ein Ohr riskieren wollt.

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