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Disonic: The Value Of Truth

Erfrischender Chicago-Metal
Wertung: 8.5/10
Genre: Alternative Metal
Spielzeit: 27:32
Release: 23.06.2007
Label: Eigenproduktion

Disonic kommen aus Chicago und machen mit ihrer Scheibe „The Value Of Truth“ mächtig auf sich aufmerksam. Zur ungefähren Beschreibung von Disonic´s nehme man ein Prise Faith No More und Nine Inch Nails, dann kommt ein Quäntchen A Perfect Circle hinzu und man vergesse dabei nicht einen Schuss Evanescence, Queensryche und Dream Theater. Denn Disonic vereinen in ihrer Musik all die Elemente, die die vorgenannten Bands ausmachen. Dabei erschaffen die fünf allerdings etwas ganz Eigenes, und zwar die Musik von Disonic.

Ich weiß nicht, wie ich es anders erklären soll: Die Musik der Chicagoer Jungs hört sich irgendwie grundehrlich an und ich hatte von Anfang an das Gefühl, mit dem Material auf ganz selbstverständliche Weise vertraut zu sein. Dabei ist das Repertoire der Jungs allumfassend: Von melancholisch über einfühlsam bis zum absolut powervollen Kracher ist auf dieser Scheibe alles vertreten. Diese verschiedenen Stimmungslagen werden zum einen erzeugt durch den dezenten und absolut gekonnten Einsatz des Keyboards von Dave Kohut, der im Übrigen auch für die Leadgitarre und die Backing Vocals zuständig ist. Und zum anderen ist da Sänger Marq Withers, der mit seiner Stimme sowohl powervolle Takte anschlagen kann als auch absolut gefühlvoll klingen kann.

Die ganze Power aufzeigend, die Disonic auf dem Kasten haben, beginnt die Scheibe mit „Dreaming Oblivion“, das den Hörer gleich zu Beginn in die richtige Spur bringt. Das folgende „The More I Lose“ kommt dann noch einen Zacken heavier rüber als der Opener. Hier zeigt sich sehr schön, wie man ein Keyboard dezent zur Stimmungsunterstreichung einsetzen kann. Stellenweise fühle ich mich auch nicht zuletzt wegen Dave´s Arbeit an den Keyboards an Evanescence in ihren besseren, früheren Zeiten erinnert. Das Gitarrensolo ist einfach sehr, sehr gut und fügt sich gut in das harte Riffing von Rhythmusgitarrist Chris Reyno ein.

„Grain Of Sand“ startet mit einem klasse Keyboard-Intro, bevor dann alle Instrumente mit einsteigen. Shane Riley macht an den Drums einen richtig guten Job und wird bestens von Brian Paz am Bass unterstützt, was man dank der guten Produktion auch gut heraus hören kann. Das Stück eignet sich bestens zum Rübeschütteln. Die Klasse von Marq´s Stimme wird einmal mehr absolut deutlich. Und das Gitarrensolo haut mich dann wieder vollends um, Klasse!!!

An „Something Like You“ stört mich der Refrain ein wenig. Leider fällt dieses Stück im Vergleich zu den restlichen sehr starken Stücken auf der CD ein wenig ab. „Walk Away“ ist der vielleicht heftigste Song auf dieser Scheibe. Hier ist dann Marq´s Gesang dann auch dementsprechend heftiger. Ungemein variabel, erfährt der Song einen Break, in dem dann der Gesang ganz gefühlvoll wird, nur um dann wieder in Richtung Power abzuwandern.

Den Kopf zu ständiger Bewegung animierend ist dann „Giving Up The Ghost“, wo man das Keyboard auch wieder als sehr angenehm im Hintergrund wahrnimmt. Auch hier verwöhnen die Jungs den Hörer wieder mit einem erstklassigen, kurzen Gitarrensolo.

„Untitled“ verschlägt mir dann zum Schluss der Scheibe glatt die Sprache: Hier singt nur Marq, begleitet nur von Dave am Piano. Etwas derart Gefühlvolles habe ich schon lange nicht mehr hören dürfen … wie Balsam für die Ohren. Alle, die eventuell etwas näher am Wasser gebaut haben, sollten sich auch bezogen auf die Lyrics das ein oder vielleicht auch andere Taschentuch zurecht legen. Wunderschönes Stück und nichts hätte dieses Album besser ausklingen lassen können - Grandios!

Die Produktion ist absolut glasklar. Hätte für meinen persönlichen Geschmack vielleicht einen Zacken fetter ausfallen können, aber trotz allem ist hier alles soweit richtig gemacht worden. Was die Jungs noch besser machen können, wäre der Fakt, das sie absolut ruhigen Gewissens mehr Gitarrensoli in ihre Stücke packen könnten. Denn die, die man in den Songs hören kann, klingen einfach absolut klasse!

Fazit: Ich bin total geplättet! Was für ´ne Schande, dass die Chancen, die Jungs mal live zocken zu sehen, wohl eher gering ausfallen … es sei denn, es finden viele Fans den Zugang zu ihrer Musik, was ihnen angesichts dieses großartigen Materials mehr als zu wünschen ist. Sehr gute Band aus Chicago.

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