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Disinfect: Screams Of Pleasure

Gemetzel für Metzger und andere grobschlächtige Kaliber
Wertung: 5/10
Genre: Brutal Death Metal
Spielzeit: 29:14
Release: 12.08.2009
Label: Metal Age

Disinfect kommen aus Deutschland und haben sich seit knapp zehn Jahren bereits dem Brutal Death Metal verschrieben, im Jahr 2001 erschien das letzte Album. Insgesamt musste man also gut und gerne acht lange Jahre auf neues Material warten und hoffen. Ein neues Klangerzeugnis kommt nun in Form des Albums „Screams Of Pleasure“, welches acht Songs sowie ein Remake des 2001er-Tracks „Foxy Disintegration“ aufweist. Umgerechnet ergibt das eine Zeitspanne von knapp einem Jahr für den Schreibprozess eines jeden Songs – die Jungs sind also nicht die schnellsten, aber immerhin sind sie gewissenhaft und lassen sich die Zeit, die sie brauchen, bevor sie halbgare Werke auf den Markt werfen.

Spieltechnisch hat die Kombo einiges drauf, so wird von Anfang an in extrem schnellem Tempo massig geblastet und extrem viel Shredding auf den Gitarren gespielt. Der Bassist setzt gekonnt Slapping ein und auch der Frontmann lässt regelmäßig ein angebrachtes tiefes, kehliges Grunzen erklingen und unterstreicht damit den brutalen Sound der Band. Bei dem Titelsong „Screams Of Pleasure“ vernimmt man sogar einige flehende Schreie, die jedoch keineswegs aufgrund von „Pleasure“ ausgestoßen wurden. Im weiteren Verlauf des Songs kann man sogar einige schön gespielte Solo-Passagen der Gitarren vernehmen, die sich gut in das sonst sehr brutale Klangbild einpassen.

Was ihr Können an den Instrumenten angeht, hat die Band also eindeutig Potential und kann noch so einiges erreichen – aber frei von Mäkeln ist die Gruppe keineswegs. Zum einen könnte man das Songwriting etwas abwechslungsreicher gestalten und zwischendurch öfter mal einen Gang herunterschalten, vielleicht mal das ein oder andere melodischere Riff spielen – wie beispielsweise bei „Ritual Sexual Abuse“ - oder generell etwas mehr experimentieren: Möglichkeiten gibt es genug. Immer nur straighter Death Metal, der durchweg nach vorne brettert, ist auf Dauer sehr eintönig – auch die Growls könnten gerne mal von Screams, Grunts, Inhaled Vocals oder anderen Gesangstechniken abgewechselt werden. Über die Grammatik der englischen Texte lasse ich mich hier nicht aus – das kann schließlich auch künstlerische Freiheit sein.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Bassdrum, die im Mastering sicherlich noch etwas mehr Wumms und Druck aufweisen könnte. Allerdings muss ich der Fairness halber noch erwähnen, dass Gitarren, Vocals, Bass und das restliche Schlagzeug an sich ziemlich gut abgemischt und gemastert sind.

Unterm Strich haben wir hier ein nettes Album, welches Fans des Genres mit Sicherheit zufrieden stellen wird – um es bildlich auszudrücken: Ein Meister ist zwar noch nicht vom Himmel gefallen, aber schließlich ist Rom auch nicht an einem Tag erbaut worden. Ich bin gespannt, was man von dieser Formation noch hören wird!

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