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Dio: The Last In Line (Deluxe Expanded Edition)

Schon damals reif für Platin
Wertung: 9/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 41:19/ 70:01
Release: 16.03.2012
Label: Universal Music

Nachdem ja die Deluxe-Versionen “Holy Diver” und „Sacred Heart“ hier schon vorgestellt wurden, wird es endlich auch Zeit, das dritte Re-Release nachzuschieben. 28 Jahre hat nun die vorliegende Scheibe „The Last In Line“ auf dem Buckel und mit Fug und Recht kann man behaupten, dass auch hier ein Kunstwerk vorliegt, welches Generationen an Metal-Fans nicht nur begleitet, sondern auch geprägt hat. Selbstverständlich ist und war das nicht, hatten doch DIO mit dem Erstlingswerk „Holy Diver“ die Messlatte schon fett nach oben gehievt und so doch die Arbeiten für das zweite Album erschwert.

Nun sind Charteinstiege ja nicht das Maß aller Dinge und sagen doch eigentlich so gar nichts über Qualität aus, doch wenn man diesen Messgrad einmal bei Dio anlegt, so wird schnell deutlich, dass die Fans hier einfach noch mehr in die Verkaufsregale gelangt haben als noch beim Debut. In der Dio-Heimat mag das jetzt auch ein wenig weniger verwunderlich sein, haben doch die Rocker ein wenig mehr Pop-Appeal eingebaut, was doch für US-Radiosender dann auch wohl eine gefundenes Fressen gewesen ist. Aber gleich, wie sehr auch die Zeit den Blick verklärt, „The Last in Line“ gehört auch heute noch zu den Genre-Highlights, liefert mit „We Rock“ die perfekte Identifikationshymne, als auch puren Schwermut mit dem Rausschmeißer „Egypt (The Chains Are On)“ – also alles richtig gemacht. Puristen werden sich natürlich am remasterten Sound schwer tun, Fans, die diese Scheibe noch nicht in der Sammlung haben, sollten spätesten jetzt die Lücke füllen. Wie schon bei den anderen Deluxe-Scheiben liegt auch hier ein schniekes Digipack mit zahlreichen Coverartworks und einem von Malcolm Dome vollkommentierten Booklet vor. Schade allerdings, dass auch hier wieder keine Texte abgedruckt wurden, das würde die Veröffentlichung einfach ein wenig runder machen und sollte eigentlich Standard für eine hochwertige Neuauflage sein.

Wie bei den beiden anderen Re-Releases liegt auch hier eine spiellängentechnisch fast ausgereizte zweite CD mit reichlich Bonus-Material bei. Gut, man könnte natürlich über die x-te Live-Variante von einem Klassiker wie „We Rock“ trefflich streiten, was aber diesen Silberling viel wertiger macht, sind die „Live At The Pinkpop Festival“-Aufnahmen aus dem Jahre 1984. Natürlich darf man hier keine High-End-Aufnahmen erwarten und so manches Mal kann man den Eindruck gewinnen, dass hier eine rauschige Platte im Nassverfahren abgespielt wird, allerdings trübt der leicht zischende Unterton nur bedingt, vor allem wenn man bedenkt, dass doch diese Scheibe bisher lediglich als Bootleg durch die heimischen Stereoanlagen dröhnte, wobei viele unauthorisierte Live-Aufnahmen damals schon arg an dem Nervenkostüm der Schmerzgrenze kratzten.

Neben einigen aus heutiger Sicht DIO-Klassikern kommen hier aber auch andere Songs zur Geltung, denen Ronnie mit seiner magischen Stimme Glanz verlieh. Als kleine „Mogelpackung“ stellt sich dann allerdings Rainbows „Stargazer“ heraus, wird der Song doch leider nicht ausgespielt und kommt nur für knappe zwei Minuten zu Ehren, Gänsepelle dürfte sich aber sofort einstellen, wenn „Stargazer“ nahtlos in Black Sabbaths „Heaven And Hell“ übergeht und zu einem 13-minütgen „Ohrgasmus“ mutiert. Als weiterer Ohrenschmaus kommt dann noch als Bonus auf dem Bonus Rainbows „Man On The Silver Mountain“ zu Ehren – eine weitere Gelegenheit, um sich dankbar mit den Staubmilben der hauseigenen Auslegerware zu vereinen, was so viel heißen soll wie: runter auf die Knie und einem nicht zu ersetzenden Sangestalent huldigen.

Als Fazit kann hier nur gelten: kaufen, erst recht wenn dieses Album noch nicht in der Sammlung steht, die ohne „The Last In Line“ einfach niemals komplett sein kann. Die weißlichen „Deluxe Expanded Edition“-Aufkleber lassen sich übrigens rückstandslos vom Cover abziehen, ohne einen Fön benutzen zu müssen.

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