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Dio: Holy Diver (Deluxe Expanded Edition)

Ein Meilenstein bis heute und darüber hinaus
Wertung: 9/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 41:15/ 45:49
Release: 16.03.2012
Label: Universal

Kleiner Mann ganz groß, und das nicht erst auf „Solopfaden“. Es konnte damals doch nun wirklich keiner ahnen, dass Ronnie gleich mit seiner ersten Scheibe „Holy Diver“ eines der (!) Referenzalben der kompletten Metalszene heraushaut, damals, als die NWOBHM-Phase eigentlich schon in den letzten Zügen lag und eine deutlich härtere Welle über den großen Teich schwappte.

Eine nicht unwesentlich Hilfe auf der Popularitätsskala war auch anno 1982, dass sich Ronnie und Vinnie Appice aus den wohl zu eng gewordenen Black Sabbath-Klauen wanden und DIO ins Leben riefen – das heiß natürlich nicht auch folgerichtig, dass man ein Album wie „Holy Diver“ überhaupt schreibt, doch es ist nun einmal passiert – das Debut reiht sich also ganz nach oben ein, und da gehört es auch hin. Zwar kommt ein Track wie „Caught In The Middle“ aus heutiger Sicht ein bisschen bieder daher, doch geschenkt. Denn das wohl größte Geschenk zur damaligen Zeit ist die bis heute anhaltende Hymne „Holy Diver“ – der Soundtrack für die ebenfalls extrem erfolgreiche „Mano cornuta“. Es gab in den Achtzigern wohl kaum ein selbst zusammengeschnittenes Mixtape, auf dem diese Metalhymne nicht auch fast sechs Minuten Magnetband beherrschte. Doch auch wenn man heutzutage „Holy Diver“ gerne als Übersong feststempeln würde, so steht doch „Stand Up And Shout“ keineswegs in dessen Schatten, eine Matrix für Headbangerriffs und Luftgitarrenanimation. Die Halbballade „Don’t Talk To Strangers“ oder das mächtige „Rainbow In The Dark“ sorgten ebenfalls fortan nicht nur für Dauerbeschallung auf den heimischen Plattenspielern, sondern auch auf den Liveshows brodelte die Masse – zurecht, denn alle müssen schon damals gespürt haben, wie zeitlos sich einige Songs durch die folgende Musikära fräsen würden – schon 1984 mit Gold-, 1989 dann mit Platinstatus ausgezeichnet.

Über Sinn oder Unsinn von digital remasterten Scheiben soll hier jetzt nicht nochmals philosophiert werden, das ist genauso Geschmacksache wie die Musik an sich. Die hier vorliegende Deluxe-Version hat jedenfalls ebenfalls diese Soundaufhübschung erfahren. Fazit für Teil eins dieser feiner Doppeldigi: Wer „Holy Diver“ nicht im Schrank stehen hat, hat keine Ahnung von Metal oder ignoriert einfach die so kreative Frühphase – ein Muss, auch nach fast 30 Jahren.

Aber auch die Bonus-CD dürfte keinen geringen Anteil an einer positiven Kaufentscheidung haben: Nochmals neun Live-Tracks, alle wohl bekannt, zumeist verehrt – natürlich das unvermeidliche „Stand Up And Shout“ und das live um einiges besser zündende „Straight Through The Heart“, dazu noch eine „King Biscuit Flower Hour“-Radio-Show vom 30. Oktober 1983, wo nicht nur nochmals das kultige „Stand Up And Shout“ zu Ehren kam, sondern auch das Black Sabbath-Stück „Children Of The Sea“ sowie der Rainbow-Hammer „Man On The Silver Mountain“ aufzeigen, wie guter Rock’n’Roll mit Herzblut gespielt werden kann – Bestnoten hierfür, und meinetwegen auch durch die rosa Fanbrille.

Wer sich Metalfan nennt und diesen Meilenstein nicht zu Hause stehen haben sollte, für den gilt nun „Stand Up And Buy“ – auch hier liegt mit der remasterten „Holy Diver“-Version wieder ein mehrfach aufklappbares Digipak vor, auch hier hat Malcolm Dome in einem 16-seitigen Booklet ausführliche Linernotes beigesteuert, aber auch hier fehlen die Texte – das hätte man mit etwas guten Willen eben auch noch unterbringen können. Die Scheibe ist Pflicht; egal welches Metalgenre man favorisiert – DIOs Debut wird auch in den nächsten 30 Jahren als Jahrhundertwerk auf sich aufmerksam machen. Ein fettes „Glück auf“ an alle DIO-Fans, die heute noch bei jedem Regenbogen die Finger zum Gruße in den Himmel strecken.

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