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DIO: Angry Machines

Nicht sein bestes Werk
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 46:11
Release: 26.05.2005
Label: Steamhammer/SPV

Ich denke, so manche werden sich fragen, ob ich nicht das falsche Release-Datum eingetragen habe. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass dies mal wieder ein Re-Release eines Künstlers ist, der soeben ein neues Werk draußen hat. Dass es genau genommen sogar ein Re-Release des Re-Release ist, macht das Ganze umso fragwürdiger, allerdings handelt es sich hierbei um SuperValue-Angebote (Last In Live –Review auch vorhanden), sprich, sie sind günstiger.

Am besten lassen wir diesen ganzen Release-Kram nun bleiben und wenden uns dem Album zu.

„Angry Machines“ erschien erstmals 1996 und hat mittlerweile 10 Jahre auf dem Buckel. Die beiden Vorgängeralben „Lock Up The Wolves“ und „Strange Highways“ konnten die Fangemeinde zwar zufrieden stellen, aber nicht wirklich begeistern, denn an die glorreichen Tage von „Holy Diver“ oder „Last In Line“ kamen sie in den meisten Augen nicht heran.

Ich kenne die beiden Vorgänger leider nicht und kann somit nicht sagen, inwiefern sie sich von „Angry Machines“ unterscheiden. Aber eines ist sicher, „Angry Machines“ besitzt eine eher düstere Atmosphäre und erinnert aufgrund des Sounds und selbstverständlich gerade durch Dios Stimme an „Dehumanizer“ von Black Sabbath.

Aber wirklich begeistern konnte mich das Album zunächst nicht. Durch mein letztes Review (Holy Diver Live) habe ich auch diese Art Songs erwartet, doch das ist einfach nicht der Fall.

Denn mit „Institutional Man“ beginnt das Album sehr zähflüssig und lässt „Dehumanizer“ Zeiten wieder aufleben. Beinahe durchgehend im Midtempo, ist dieser Song als Opener irgendwie fehl am Platz. Teils gute Melodien, teils gute schleppende Parts, aber der Refrain zündet nicht wirklich und das sollte bei einem Opener eigentlich der Fall sein. Weiter geht es dann mit dem Song „Don´t Tell The Kids“, bei dem es dann flotter und auch wesentlich besser zur Sache geht. So hatte ich den Opener erwartet, denn der Song bleibt hängen. Danach ist es eigentlich ein Hin und Her, was die Qualität der Songs angeht. Jeder Song hat einige Parts, die sehr gut klingen. Allen voran natürlich Dios Stimme, das steht völlig außer Frage. Darüber hinaus besitzt „Black“ gute Drumparts, denn hier bedient kein anderer als Vinnie Appice die Drums, „Hunter Of The Heart“ hat eine gelungene Bassmelodie, die sich durch den gesamten Song zieht. Das 7-minuten lange „Stay Out Of My Mind“ ist sehr unspektakulär und hat einen total abgedrehten Keyboardpart in der Mitte, was den Song schon wieder witzig macht. Die folgenden Songs klingen wieder besser, besonders „Double Monday“ schlägt in dieselbe Kerbe wie „Don´t Tell The Kids“, denn es geht schneller zur Sache und der einsetzende Akustikpart bringt einen netten Schwung von Abwechslung mit sich (nicht so verstehen, als wäre es das erste Mal auf dieser Platte). Songs wie „Big Sister“ und „Golden Rules“ haben ebenfalls ihre Stärken und der abschließende Track „This Is Your Life“ ist die einzige Ballade auf dem Album, kann aber leider nur halb überzeugen. An sich nichts Besonderes, aber der Refrain klingt wirklich sehr schön, die Stimme von Dio und die Melodie sind klasse. Schade, dass der Rest dieses Songs nicht von diesem Kaliber ist, denn der Refrain ist einfach schön.

Was lässt sich also zu diesem Output sagen? Das Album übermittelt eine düstere Atmosphäre, Dios Stimme ist gewohnt makellos und reißt die schwachen Songs einigermaßen raus, einige Songs sind klasse, aber leider ist das Album sehr sperrig. Denn beim ersten Durchhören hab ich mir gedacht „Wow, DER hat Holy Diver aufgenommen?“. Aber nach einiger Zeit findet man die Songs dann doch besser als beim ersten Hören und einige Songs machen sogar wirklich Spaß.

Wenn man Dio-Fan ist, holt man sich die Scheibe wohl eh, aber wenn man Dio nicht kennt, sollte man sich einfach ein früheres Werk antun. Für alle, die sich diese Scheibe dennoch zulegen und danach enttäuscht sind, denen kann ich nur sagen: Dieser Mann ist zu wesentlich mehr imstande als er es auf „Angry Machines“ zeigt. Dennoch sollte man der CD eine Chance geben, denn auch „Angry Machines“ hat seine Stärken, auch wenn sie zunächst nicht wirklich auffallen.

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