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Din [A] Tod: Westwerk

Mit Präzision am Nerv vorbei
Wertung: 4.5/10
Genre: 80er Cold Wave
Spielzeit: 44:17
Release: 06.03.2009
Label: Out Of Line

"Westwerk" heißt das neueste Output der Berliner Formation Din [A] Tod, die es sich zum Ziel gesetzt hat, den 80er Cold Wave zurückzubringen. Bereits das Debüt-Album wurde überraschenderweise als absoluter Kauftipp gefeiert – scheinbar lechzen die Jünger dieses doch etwas veralteten und aus der Mode gekommenen Genres auch weiterhin nach neuem Stoff.

Der Opener „Some Kind Of Hate“ beginnt mit dem typisch monotonem und sonorem männlichem Gesang der Truppe, einer dezenten Gitarrenbegleitung und einigen minimalen Synthesizer-Sequenzen, die den Sound durchweg begleiten. Eine einprägsame Hookline vermisst man ebenso wie einen mitreißenden Groove oder eine besonders gelungene Atmosphäre – purer Cold Wave also.

Der Titelsong „Westwerk“ beginnt mit Bass-Spur, schnellem, aber langweiligem Beat und natürlich dem penetranten Gesang – der Refrain ist hier glücklicherweise etwas einprägsamer, nicht zuletzt dank einer etwas weniger minimal wirkenden Synthesizer-Begleitung. Der Folgesong „Glory In The Highest“ überzeugt bisher am meisten, der Gesang ist melodischer, dessen weibliche Unerstützung kommt weitaus besser zur Geltung als zuvor und der instrumentale Teil ist vielschichtiger, aber kaum weniger monoton.

„Patron Of The Young“ hingegen stellt meine Nerven auf die Zerreißprobe: Gefühlte drei Textzeilen werden bis zum Erbrechen wiederholt, eine Synth-Bassline tröpfelt stumpf vor sich hin und der recht schnelle Beat lässt mich auch kalt. Einzig und allein die einigermaßen treibenden Gitarren-Riffs lassen mich nicht endgültig einschlafen. Bei dem Joy Division-Cover „Warsaw“ ist der Spaß endgültig vorbei – ich kenne das erste Album der Band nicht, aber wenn es so war, wie dieses, ist es mir ein Rätsel, wie es dermaßen gute Kritiken ernten konnte; keine Melodie, keine Aggressivität, nicht tanzbar, kaum Harmonie.

Auch die Gitarren-Begleitung und der gelungenere Gesang des groovigeren Stückes „Fertile, Yes!“, bei dem Piero Balleggi von Dirty Roseanne beziehungsweise Neon die Band unterstützt hat, lässt das Album für mich kaum besser erscheinen. Letztendlich folgt mit „Vorwärts, Wir Müssen Zurück“ ein weiterer Song, der auch noch hörbar ist: Der hier größtenteils allein stehende weibliche Gesang spricht mich weitaus mehr an als die viel zu langweilige männliche Version.

Für Fans dieses 80er-Genres wird das hier bestimmt eines der wichtigsten Alben des Jahres werden – vielleicht aufgrund mangelnder Alternativen? Die Zutaten für ein annehmbares Album in dieser Richtung sind vorhanden, aber an meinem Geschmack gehen dieses Genre und diese CD auf jeden Fall mit Präzision vorbei und treffen genau ins Leere.

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