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Diluvian: Inhumanity Remains

Hoffnungsvoll stimmender Erstling
Wertung: 6.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 20:31
Release: 17.09.2008
Label: Deepsend Records

In Frankreich tut sich etwas, denn immer mehr junge, talentierte Bands treten in unserem Nachbarland ans Tageslicht. So auch die erst seit 2007 aktive Band Diluvian, die im vierten Quartal des letzten Jahres mit „Inhumanity Remains“ ihre erste EP vorlegte.
Und was bieten uns die fünf Franzosen? Eine geballte Ladung Death Metal, der hier und da auch mal ganz gut den Knüppel aus dem Sack lässt und mit dem Genre des Grindcore liebäugelt, andererseits aber auch nie den Sinn für den amerikanischen auf der einen und den skandinavischen Death Metal auf der anderen Seite aus den Augen verliert.  

Ein fettes Riffing markiert das Intro namens “Ignition”, welches damit zu einem tollen Einstand wird, auch wenn dieser recht kurz ausfällt. Nahtlos geht das Intro in den ersten Song namens “You're Wretched“ über, bei dessen Beginn die Jungs richtig vom Leder ziehen und das Gaspedal durchdrücken. Der zwischenzeitliche Moshpart ist geprägt von den Grindcore-Vocals. Gut nur, dass es davon nicht noch mehr gibt, denn Grindcore liegt nicht jedem. Die Jungs zeigen hier, dass sie die Attribute des skandinavischen mit denen des Ami-Death Metals sehr gut zu verbinden wissen. 

Von einem Titeltrack erwartet man in gewisser Hinsicht etwas Besonderes. „Inhumanity Remains” erfüllt diese Erwartungen auch: Knüppel-Beats ballern alles nieder, was nicht beim nächsten Takt auf den Bäumen ist. Was ein wenig fehlt, ist die Eingängigkeit. Während des Hörens der CD ist alles wunderbar, doch ist die Scheibe erstmal wieder in die Hülle zurück gepackt, dann vermisst man das Material auch nicht sonderlich. Handwerklich gute Arbeit haben die Jungs geleistet, keine Frage, aber der Wiedererkennungsgrad könnte höher sein. 

Dass die Band dennoch im Stande ist, den noch gerade vermissten Wiedererkennungswert einzubauen, zeigt sie in der Nummer “Stabbing Your Knife Inside”, die dem Hörer schon eher im Gedächtnis bleibt. Auch noch nicht zu 100 Prozent perfekt umgesetzt, aber in diesem Song ist das Grundgefüge für ein ganz großes Stück schon eher gegeben. 

Wie der Titel schon sagt, denkt man bei “Blastin Dead” an einen etwas schnelleres Stück. Dieser Song glänzt durch seine gut durchdachte Struktur. Im Hinterstübchen denkt man an die großen Behemoth, ganz so wie im Übrigen auch beim letzten Song auf dieser EP, der da heißt „Meration Cycles“, wenn man sich hier die zwischenzeitlichen Core-Gitarren wegdenkt. Sehr gut gelungen klingt auch der Chor gegen Ende des Stückes, den man auf dieser EP wohl weniger vermutet hätte. Eben diese Chorklänge sind es jedoch, die der EP einen glanzvollen Abgang bescheren. 

Die Produktion, die von Pierre Emmanuel Pelisson in die Hände genommen wurde, weist keinerlei Kritikpunkte auf. Diese erste EP lässt hoffnungsvoll in die Zukunft der Band blicken. Wir sind gespannt auf mehr.

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