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Dienazzty: Sleaze Metal

Der Demotitel ist hier Programm: Harter metallischer Sleaze Rock mit Sinn für Humor
Wertung: 7.5/10
Genre: Sleaze Metal
Spielzeit: 19:24
Release: 25.09.2010
Label: Eigenproduktion

Eine deutlich rosa geprägte Promo hat mich erreicht. Aber es ist kein Output der zuletzt schwächelnden J.B.O., nein, hier melden sich Dienazzty mit ihrem Demodebüt. Ob der Name nun ein Wortspiel mit „Dynasty“ oder „Die nasty“ ist, ist dem Verfasser nicht wirklich bekannt, aber da wir uns im Metal-Bereich bewegen, wird es wohl eher die zweite Auswahl sein.

„Spectaculum d’Nazzty“ eröffnet den Reigen des Viertrackers. Kräftig zerstören die Gitarren die Stille und die Band rockt mit richtig viel Spaß in den Backen daher. Der Song geht gut ab und vermittelt richtig gute Stimmung. Live dürfte es hier richtig krachen. Dennis Fuxx' Stimme ist sicherlich ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber das ist auch gut so, damit man sich von der Sleaze-Szene eigenständiger abheben kann. Die Gitarren von RR Fuxx treten gehörig in den Allerwertesten, genau so, wie es sein muss. Wenn es nun noch einen einfacheren, ohrwurmtauglicheren Refrain gäbe, würde der Song noch mehr zünden und zu einer Bandhymne durchstarten.

„Monologic Art“ kann mit mehr Groove in den Venen punkten. Das gelungene Drumming von Sharkazz McW, der auch bei den Aufnahmen für den Bass zuständig war, treibt seine Kollegen unaufhaltsam voran. Der Schädel beginnt auch kräftig mitzunicken, was will man mehr. Man wechselt gekonnt das Tempo, baut tolle Gitarrenparts ein, und liefert sogar unerwartet abwechslungsreiche Vocals. Da wird so schnell nichts langweilig.

Etwas vorbelastet bin ich dann wohl beim nächsten Song: „Link The Buttler“. Ich hätte nie erwartet, dass dieser Horrorfilmklassiker mal eine Hommage in musikalischer Form erhalten würde. Dies ist nun geschehen. Mit ebenfalls unerwartetem Klavierintro, welches zwar wunderschön ist, aber eigentlich nun gar nicht zur Mucke passt, wird der Song eröffnet. Textlich wird das Thema zwar nur am Rande angeschnitten, aber trotzdem. Recht langsam bohrt sich der Track ins Gedächtnis ein. Zum Abschluss wieder das tolle Klavier und der Hörer ist zufrieden. Starke Nummer!

„The Marshall“ zeigt weiter den Einfallsreichtum der Band. Es gibt Schüsse, schmerzerfüllte Schreie und einen überheblich cool wirkenden Marschall. Ja, der Funcharakter der Band ist mehr als deutlich. Ohne Rücksicht auf Verluste rockt der Song nach vorne. Man darf gespannt sein, wie die Band sich entwickeln wird, zumal die Besetzung vom Trio zum Quartett aufgestockt wurde und der Bassist und Drummer nicht mehr an Bord sind.

Fazit: Eine erfrischende Band, die weiß was sie tut. Das macht Spaß, ist aber vielleicht manchmal noch nicht ganz optimal ausgereizt. Wenn hier speziell die Refrains mehr Mitgrölcharakter besäßen, dann würde das ohnehin gute Material noch deutlich mehr hergeben. Ein lautes, von Spielfreude geprägtes Debüt, welches Hunger auf mehr macht, das ist es, was „Sleaze Metal“ ist.

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