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Die Sektor: Applied Structure In A Void

Verschiedene Facetten von Industrial bis Harsh Electro
Wertung: 8/10
Genre: Harsh Electro
Spielzeit: 67:41
Release: 25.02.2011
Label: Nova MD

Aus Amerika kommend bieten Die Sektor nach vier Jahren Schaffenspause ihr nun zweites Album. Mit „Applied Structure In A Void“ bieten die vier Elektro-Industrial-Musiker nun wieder ein Album, welches mit elf harschen Elektro-Tracks bis an den Rand gefüllt ist, zusätzlich gibt es noch zwei Bonus Tracks.

Gründungsmitglied Daniel Grant ist zurück und auch ein neues Gesicht ist mit dabei. Edwin Alter fungiert nun als viertes Bandmitglied. 1997 veröffentlichte die damals neue Band Die Sektor ihr erstes Album mit dem Namen „To Be Fed Upon“. Dieses wurde mit Achtung begrüßt und der Fokus der Band lag schon da auf harschen Elektrosounds und übelst verzerrten Vocals. Das nun wurde bei „ Applied Structure In A Void“ etwas runter geschraubt, nicht aber der Wagemut alles miteinander zu verknüpfen, um explodierende Sounds zu kreieren.

Der erste Song „Accelerant“ beweist schon den Wechsel, den Die Sektor vorgenommen haben. Es ist kein Harsh Elektro mehr, es geht eher in die Richtung Industrial. Es geht beinahe ruhig und beschaulich los, aber wie der Name des Songs schon sagt, beschleunigt er ab dem zweiten Drittel. Die Stimmen um vielfaches klarer als im Erstlingswerk, wird der Song aber wieder die Clubtanzflächen füllen.

Auch „Fall To The Noise“ zeigt die Unterschiede zum Vorgänger. Es kann natürlich sein, dass genau dieser Wechsel, der Weggang vom harten EBM zum seichteren Industrial, den einen oder anderen vergrault. Es macht aber vielmehr deutlich, dass Die Sektor lebendig sind, sich ausprobieren wollen und dieses auch zeigen. „Corpus Accido“ weist aber auch wieder Hash Elektro-Züge auf, es ist also keinesfalls so, dass die Amerikaner sich nun vollkommen ihrer Herkunft abgewandt haben. Der Song zeigt, dass Die Sektor trotz unverzerrter Vocals härter klingen können als noch zuvor. Das besungene Chaos tritt mit jedem Ton, oder auch Taktklopfen, deutlichst hervor.

Die Sektor sind aufgeweckter, fantasievoller geworden und alle elf Songs tragen ihr Quäntchen dazu bei, dieses hervorzuheben. Etwas zur Ruhe kommt der Hörer mit „Bleed Till The Last Light Flickers“, wenn man dies bei Industrial/Harsh Elektro so überhaupt will. Es ist einer der ruhigsten Songs des Albums und auch die Tänzer müssen schließlich einmal kurz Luft holen.

Die beiden Bonus Songs zeigen dann auf, wie viel Potenzial in den neuen Stücken steckt. Es sind die Remixe der Songs „Accelerant“ und „Corpus Accido“ von den Bands Detroid Diesel und vProjekt.

Die Sektor zeigen mit ihrem zweiten Werk, dass sie sich in den vier Jahren Schaffenspause weiter entwickelt haben, dass sie nicht eingefahren sind und dass sie Mut haben, etwas anderes zu veröffentlichen, als das, was der eine oder andere Fan des ersten Werks erwartet hat. Durch die saubere Aufnahme, die gute Abmischung und die vielen Verzahnungen innerhalb der Songs wird aber sicher der Weg gefunden, sich einen eigenen Platz im Plattenregal zu sichern. Die Tanzflächen können nicht anders, als sich bei dem Sound platt hinzulegen, um den Elektrojüngern das zu bieten, was sie brauchen: eine ebene Fläche um zu tanzen.

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