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Die Form: Noir Magnétique

Die Darkwave-Meister sind zurück
Wertung: 9/10
Genre: Darkwave
Spielzeit: 48:47
Release: 29.05.2009
Label: Out Of Line

Die Form aus Frankreich sind zurück. Mastermind und Endfünfziger Philippe Fichot sowie Sopranistin Éliane P., die Meister der avantgardistischen elektronischen Musik, wollen es noch ein Mal wissen und veröffentlichen ein neues Kunstwerk, bestehend aus Darkwave-Musik und skurril-morbiden Fotografien. Doch neben einer CD mit edlem Booklet wird das Ganze sogar noch als eine Sieben-Zoll-Vinyl samt Fotoband angeboten.

Da es um die Band in der Vergangenheit etwas stiller geworden ist, ist das neue Album etwas clublastiger ausgefallen um den Fans die Rückkehr auch in den Clubs zu präsentieren. Neben der kurz vor Release des Albums bereits ausgekoppelten Single „Her[t]z Frequenz“ finden sich noch weitere tanzbare Songs auf der CD wie beispielsweise der Opener „Voltaic Control System“. Der Beat puckert hier in einem gemütlichen, aber noch tanzbaren Tempo vor sich hin, während der glockenhelle Sopran Élianes die atmosphärische Stimmung des Stückes weiter unterstreicht und ein typisches Die Form-Feeling erzeugt; eine Mischung aus Kälte, abstrakter Klangwelten und seltsamen Vorstellungen sexueller Verführungen.

Aber noch lange nicht alle Songs der neuen Full-Length-Scheibe sind so auf die Clubtauglichkeit ausgelegt wie der Opener oder das sehr auf stampfendes Schlagwerk konzentrierte „Nocturnal Emotions“. Damit würde sich eine Genre-Größe wie Die Form auch unter Wert verkaufen. So verkörpern beispielsweise der Song „Tristesse“ oder der Rausschmeißer „Voc Angelica“ balladeske Stücke mit ambienten Elementen – insbesondere letzterer Song ist auch ohne Probleme der Klassik zuzuordnen, finden im Klanggerüst doch auch sehr elegant eingesetzte orchestrale Instrumente Platz, wie etwa ein Cello.

Die Form sind eine der wenigen Bands, die es bis über drei Dekaden schaffen, immer wieder neue Gefilde zu erobern und keineswegs berechenbar zu werden. Zwar findet man auch auf diesem Album altbekannte Kost, aber mit Tracks wie „Inferno“ beweist das Duo wieder einmal, dass man weiterhin experimentierfreudig geblieben ist und sich immer noch gerne an schwer verdaulichen, beklemmenden Kompositionen versucht.

Die Form sind kaum zu vergleichen, Namen wie Kirlian Camera, Yendrioder Clan Of Xymox sollten noch am ehesten beschreiben, was den Hörer hier erwartet. Wenn man ein Faible für interessant umgesetzte avantgardistische Musik auf elektronischer Basis hat sollte man durchaus mal reinhören.

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