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Die Apokalyptischen Reiter: Licht

So lebensfroh wie das Cover
Wertung: 7/10
Genre: Power Metal, Death Metal
Spielzeit: 42:45
Release: 29.08.2008
Label: Nuclear Blast

Da sind sie wieder, die Reiter! Mit ihrer unkonventionellen Musik, ihren energiegeladenen Liveshows und nicht zuletzt ihren Texten, die sich angenehm von der Masse abheben, haben sich Die Apokalyptischen Reiter zu einer festen Größe gemausert. Das gilt auch für ihre Alben, die bisher allesamt sehr empfehlenswert waren, was auch die völlig durchgeknallten Frühwerke „Allegro Barbaro“ und „Soft And Stronger“ mit einschließt.

„Licht“ ist nun tatsächlich schon das siebte Album der Ostdeutschen. Eine Leistung, die hiermit ausdrücklich gewürdigt sein soll. Wie der Albumtitel schon sagt, darf man auch diesmal keine depressiven Texte oder das x-te Besingen eines Krieges erwarten. Die Reiter machen Mut, sind dabei aber nicht kuschelig, sondern bedienen sich teilweise auch gerne mal aus dem Death Metal oder Grindcore Genre. Diese Einflüsse sind aber sehr zum Leidwesen der alten Fans in den letzten Jahren immer geringer geworden.

„Es wird schlimmer“ ist zwar der härteste Song auf „Licht“, vergleichbar mit alten Krachern wie „Dance With Me“ ist der Opener aber keinesfalls. Das muss er ja auch nicht sein, aber was man hier zu hören bekommt, hat die Band auch schon besser hinbekommen. Auch „Ein Lichtlein“ ist nicht vielmehr als ein typischer Reiter – Gute – Laune – Rocker. Schon diese ersten zwei Lieder offenbaren, dass auf „Licht“ viel auf den jeweiligen Chorus hinarbeitet und den Rest der Lieder zu kurz kommen lässt.

„Nach der Ebbe“ zündet beispielsweise selbst im Refrain kaum, was angesichts des tollen Textes sehr schade ist. Das ist auch mal wieder einer der größten Pluspunkte. Bei den Reitern wird das Leben, die Freude und die Liebe besungen, ohne dabei pathetisch zu wirken. Die Aussage des locker rockenden „Auf die Liebe“ darf man auch als harter Metalhead mit gutem Gewissen toll finden, ohne sich dafür schämen zu müssen. Das muss man auch bei „Wir hoffen“ nicht, was meilenweit von „Heile Welt“ entfernt ist und darüber hinaus noch direkt in die Ohren und Beine geht.

Wie die Wertung zeigt, ist eben nicht alles auf dem Album so hell wie das Cover. Jeder, der Rammsteins „Los“ kennt, wird bei „Adrenalin“ ins Grübeln geraten. Hier hat sich das Quintett zu sehr inspirieren lassen und sich dazu noch einen erschreckend schwachen Refrain einfallen lassen. Denn normalerweise ist zumindest der stark genug, so dass sich auch schwächere Songs einprägen.

Fazit: Schlecht ist die Platte nicht. Eigentlich sogar ziemlich gut und vielleicht bin ich einfach nur zu kritisch. Aber „Licht“ fehlt über weite Strecken einfach etwas, was diese Platte auf eine Stufe mit ihren Vorgängern stellt. Kaufen muss man die Platte als Fan aber dennoch, denn wer will schon beim nächsten Konzert stumm herumstehen, weil er einige Songs nicht kennt?!

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