Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Diamond Eyed Princess: Korgueläal

Atmosphärenstarker, mystischer Black Metal mit deutlichem Mittelalter-Flair
Wertung: 8/10
Genre: Black Metal/Mittelalter Metal
Spielzeit: 40:31
Release: 29.10.2010
Label: Northern Silence Productions

„Was könnte grausamer sein als die Gewalt des Krieges, beobachtet durch unschuldige, diamantene Augen?“ Mit diesem Ausspruch erklären Diamond Eyed Princess nicht nur ihren untypischen Bandnamen, sondern geben auch den ersten, groben Hinweis auf ihre Musikrichtung.

Ihr Album „Korgueläal“ ist dabei ein Machwerk, welches sich, genau wie ihr Bandname, aber ein wenig ungewöhnlich präsentiert. Grob kann es dem schwarzen Metall zugeordnet werden, eine genauere Bestimmung ist aber recht willkürlich. Denn Diamond Eyed Princess geben neben Black Metal-Klängen auch eindeutig mittelalterliche Passagen zum Besten, ohne sich aber wirklich als Pagan oder Folk Metal identifizieren zu lassen. Somit ist die wilde Kombination Black Metal/Mittelalter Metal die einzige Orientierungshilfe, die weitestgehend zu der Musik des Albums passt.

Gleich das Intro „Ghamäl Sonahven“ breitet eine sehr starke und ehrfürchtige Stimmung vor dem Hörer aus. Die rhythmische Melodie verbindet sich mit einem choralen Folklore-Gesang, welches zusammen an traditionelle Mönchsgesänge erinnert. Unterstützt wird dies von einem fast schon zarten Double-Bass, bevor der nachhallende Dudelsack zu seinem Einsatz kommt und das Intro in einer gewissen Braveheart-Stimmung ausufern lässt. Da sich Diamond Eyed Princess aber immer noch dem Black Metal verschrieben haben, fackeln sie nicht lange und gehen beim ersten Song „Kregan“ ruckartig in Black Metal über.

Dieser ist entgegen des Intros ziemlich kompromisslos und leider auch arm an Atmosphäre. Raues Keifen trifft hier auf schnelle harte Drums. Melodie ist zwar auch hier eindeutig durch die Gitarren zu verfolgen, gewinnt aber angesichts des penetranten Schlagzeugs nie die Oberhand. Insgesamt klingt dieses Lied etwas „dünn“ und seelenlos. Dass sie auch anders können, beweisen Diamond Eyed Princess in ihrem Lied „Tüm Fornorhvok“. Gitarren und Schlagzeug zeigen sich abwechslungsreicher und stimmiger. Insgesamt klingt dieses Lied gleich viel ausgeglichener als „Kregan” und diese Ausgeglichenheit behält die Band von da an auch bis zum Ende des Albums bei.

Lieder wie „Korlgueläal” oder „Svarn Lak Dral“ bilden dabei einen deutlicheren Brückenschlag zwischen Black Metal und Mittelalter Metal, ohne sich dabei in einer ausdruckslosen Mitte zu treffen. Das Keyboard und der Double-Bass zelebrieren düstere Black Metal-Passagen, während die mittelalterlichen Instrumente eine sehr authentische, romantische Stimmung herüberbringen. Gerade die akustische Gitarre am Anfang von „Svarn Lak Dral“ oder zum Ende von „Drytorr II“ ist sehr gelungen und sticht zusammen mit dem Dudelsack deutlich aus dem Black Metal des Albums heraus, ohne diesen zu beeinträchtigen. Interessant sind auch die immer wieder auftretenden, gerufenen Vocals wie zum Beispiel in „Tüm Dralver Flöna“. Sie bilden weitere markante Punkte bei dem Album „Korgueläal“, so dass die Musik zu keinem Zeitpunkt langweilig oder ernsthaft lieblos klingt. Einziges Manko an diesem Album sind die Melodien, die nur wenig eingängig sind. Auch die eingesetzten Instrumente hat man schon mal aggressiver erlebt.

Alles in allem schaffen Diamond Eyed Princess mit „Korgueläal“ ein Album zwischen den Musikrichtungen. Der Black Metal ist bösartig, die Mittelalter Metal-Passagen geradezu romantisch. Beide Genres finden aber eine Überschneidung im Mystizismus, der das gesamte Album bestimmt. Durch diesen kreiert die Band ein nicht nur musikalisch abwechslungsreiches Album, sondern auch eine einnehmende Atmosphäre voller Grausamkeit und Unsicherheit. Auch wenn das Album noch nicht ganz perfekt ist, so steht doch eins außer Frage: In Sachen Atmosphäre lässt sich diese Band nichts vormachen.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“