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Diagnosis Different: Unseen

Hoffnungsvolles Talent für Fans von progressiver Rock-Metal-Alternative-Mucke
Wertung: 8.5/10
Genre: Progressive/ Rock/ Metal/ Altenative
Spielzeit: 29:23
Release: 08.04.2012
Label: Bret Hard Records

Während anscheinend jedermann über den Teich Richtung der nächsten Progressive-Hoffnung glotzt, braucht man doch eigentlich nur zum westlichen Zipfel des mittleren Niederrheins nach Mönchengladbach schauen, treten doch Diagnosis:Different an, der heimischen Szene einen ordentlichen Rock/ Metal/ Alternative/ Progressive-Farbtupfer beizufügen. Dabei lief in den Anfangstagen nach der Gründung nicht immer alles glatt und die Truppe brauchte bis zum Sommer 2011, um ein stabiles Line-Up zu präsentieren, welches dann aber wieder im April 2012 einer Änderung unterzogen wurde (wir berichteten). Doch aller widrigen Umstände zum Trotz haben sich Diagnosis:Different an ihre erste EP herangetraut und mit drei Songs bei knapp 30 Minuten kein wirkliches Leichtgewicht veröffentlicht.

Allerdings sollte man jetzt nicht den Fehler machen und Diagnosis:Different vielleicht wegen zu viel Frickelei links liegen lassen, denn wenn die Mönchengladbacher Jungs eines auszeichnet, dann sind das die jederzeit eingängigen Tracks, die trotzdem nicht mit Abwechslung sparen. „Arms Of Morpheus“ birgt in seinen mehr als neun Minuten Laufzeit so ziemlich alles, was den Sound der Band ausmacht: Progressives trifft auf groovende Riffs, mit Michael Junker gibt es einen Frontmann, der mit leicht angerauter Rock-Stimme genug Knoten auf den Stimmbändern hat, eine Leadgitarre, die neben einigen nachvollziehbaren solistischen Ausflügen wieder zum einleitenden Thema zurückfindet, wenn plötzlich die Gitarre recht zerbrechlich für eine punktuelle Pause sorgt und der Song dann doch wieder mit leicht metallischen Anleihen nicht die notwenige Aggression missen lässt.

Im Grunde wird das Erfolgsschema auch auf das nachfolgende „Mystique“ übertragen. Ein schon fast hypnotisches Leitthema wird durch ein rockiges Gitarrengerüst unterstützt, bevor Michael rau dazwischenfährt und dann doch wieder der Leadgitarre weichen muss, Fragilität trifft auf Heavyness, was kein Widerspruch sein muss, sondern eher das harmonische Konzept hinter „Unseen“ ins richtige Licht rückt – viel Platz für herrlich arrangierte Gitarren und abwechlungsreiches Drumming. Der Titeltrack steht den beiden Kostproben zuvor in nichts nach, wirkt stellenweise noch ein wenig ruhiger angeordnet, schafft aber immer wieder den Bogen zu fett bratenden Gitarren, auch wenn hier der Prog noch eine Spur mehr zu vernehmen ist und sogar Bassist Dominik mit einer kurzen Sequenz im Vordergrund zeigen darf, was in ihm steckt.

Bei Diagnosis:Different stellt sich einfach die Frage, warum denn alles in die Ferne schaut und zu selten in Mönchengladbach hängen bleibt, bieten die Niederrheiner doch eine sehr abwechlungsreiche Debüt-EP, die sogar soundtechnisch aus dem Rahmen fällt. „Unseen“ bietet neben aller Progressivität ein schönes Wechselspiel zwischen virtuosen Gitarrenläufen und kraftvollem Drumming genug Abwechslung, obwohl nur drei Songs vorliegen, die dafür aber in guten 30 Minuten ausreichend zur Entfaltung kommen. Bei 5 Euro zzgl. Versandkosten sollten sich Fans von progressiver Rock-Metal-Alternative-Mucke nicht abschrecken lassen und schnell ein hoffnungsvolles Talent aus deutschen Landen unterstützen.

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