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Diablo: Mimic47

Finnische Qualitätsarbeit
Wertung: 9.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 47:33
Release: 24.02.2006
Label: Drakkar Records

"Mimic47" ist mittlerweile schon Diablo´s viertes Album. Nach dem Vorgängeralbum "Eternium" konnte ich mir schon kaum vorstellen, wie die Finnen es schaffen wollten, dieses Hammeralbum noch zu toppen. Aber da habe ich wohl die Rechnung ohne Marko, Rainer, Aadolf und Heikki gemacht ... aber lest nur weiter, dann wisst ihr schon, was ich meine ...

Als sich die Single "Mimic47" für 3 Wochen auf Platz 1 der offiziellen finnischen Singlecharts festsetze und im Anschluss noch ein paar Wochen in den Top Ten verbrachte, konnte man schon erahnen, dass die Jungs mit "Mimic47" einen würdigen Nachfolger für "Eternium" am Start hatten.  Was dem geneigten Fan auf "Mimic47" geboten wird, ist moderner Thrash Metal mit Einflüssen von Bands wie z.B. Slayer, Testament, Death und Coroner. Der moderne Touch in Diablo´s Musik kommt durch die Einflüsse von Machine Head, Fear Factory oder auch Meshuggah.

Aber bitte denkt jetzt bloß nicht, dass Diablo nur der X-te Klon dieser genannten Bands sind. Die Kunst der Jungs von Diablo besteht darin, die besten Ideen dieser Bands herauszufiltern und das dann mit ihren eigenen kreativen Ideen zu mixen. Das Ergebnis sind diese absolut grandiosen Stücke.  Und so werdet ihr auf Mimic47 überrollt von einer tsunamimäßigen Welle an knallharten Riffs, genialen Melodien und teils cleanen, teils agressiven Vocals. Dass der Gitarrist Marko Utrainen für den Sound der Band unverzichtbar ist, hört man unschwer aus den absolut genialen Gitarrenläufen und Soli heraus.

Die Songs mal einzeln beleuchtet:  Schon der Opener „Shadow World“ nimmt mich sofort mit seinen hämmernden Riffs gefangen. Das Midtempo-Stück „Damien“ beinhaltet im Refrain sogar eine Frauenstimme, was aber nicht kitschig rüberkommt, sondern alles klingt wohl durchdacht. Auch wird hier ein endgeiles Solo serviert. „Together As Lost“ knüppelt alles nieder, aber dies wieder genial in Szene gesetzt mit unvergleichlichen Gitarrenparts.

In "In Sorrow We Trust“ zeigt Rainer die Variabilität seiner Stimme von clean zu agressiv.   „Mimic47“ presst mich zunehmend tiefer in die Couch. Zurecht der Titelsong und auch zurecht wochenlang in den finnischen Top Ten! Ein Mörderriff öfnnet den Song und Rainer´s agressive Vocals geben mir echt den Rest! „Condition Red“ ist ein Riffparadies vor dem Herrn. Hier kann man nicht anders als bedingungslos seine Nackenmuskeln zu beanspruchen. Und es sei Euch gesagt: Diese Riffs werden Euch so schnell nicht aus dem Kopf gehen!

Es folgt eine kurze Regenerationspause in Form des Instrumentals „Kalla“, aber schon der nächste Song "Blackheart“ haut dann auch wieder voll rein, genauso wie „Kathryn“.  Darf ich an dieser Stelle um Eure Aufmerksamkeit bitten: Aus gegebenem Anlass möchte ich Euch bitten, nicht den gleichen Fehler zu begehen wie er mir unterlaufen ist: „Rebellion Of One“ ist nach dem Intro nicht genauso leise wie am unmittelbaren Beginn! Dreht bitte die Lautstärke nicht zu weit auf! Ihr würdet es bereuen ... ich hab euch jedenfalls gewarnt... Ihr habt es hier nämlich mit einem Killer-Song zu tun!

„D.O.A.“ bietet Euch wieder mal Melodien, wie sie nur bei Diablo zu finden und zu genießen sind. Der letzte Song des deutschen Albums ist ein Bonustrack in Form des Coversongs "A View To Kill“. Als Cover von Diablo steht bei mir allerdings ein anderer auf Platz 1: Diablo´s ABBA-Cover.

Die Produktion hat hier seine Hausaufgaben gemacht, es gibt daher nix zu meckern. Anzukreiden ist, dass die Band wohl - so wie´s momentan ausschaut - erstmal nicht ihre deutschen Fans mit ihrer Mucke erfreuen wird. Da hilft wohl nur: Abwarten & Tee trinken.

Fazit: Diablo präsentieren mit "Mimic47" eine moderne und zeitgemäße Thrash-Metal-Scheibe! Durch ihre Eigenständigkeit stechen sie aus der Flut der finnischen Bands absolut heraus. Absolut Daumen hoch!

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