Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Dhyamara: The Last Embrace

Mystische Klänge erzählen von Elfen und Engeln
Wertung: 8.5/10
Genre: Dark Wave
Spielzeit: 49:06
Release: 21.01.2011
Label: Caput-Medusae-Records

Es wird ruhig und nachdenklich, die Atmosphäre ist zum Bersten gespannt. Genau das ist der erste Eindruck, wenn der Laser das erste Mal über den Silberling der italienischen Dark-Wave-Formation Dhyamara streichelt. Ja, streichelt, denn die Klänge sind anfangs so sanft und sacht, dass es auch der Laser spüren muss.

Es wird ein Ausflug zu Mittelerde, zu den Elfen, den Trollen und all den magischen Wesen, die es zu entdecken gilt. Dhyamara zeigen mit ihrem Debütalbum, dass sie es verstehen, den Hörer von der ersten Sekunde an zu verzaubern. Die Italiener möchten atmosphärische Klangwelten schaffen und genau das erreichen sie.
Der erste Song „In The Night Of The Ancient Spirit“ ist ähnlich wie ein Inhaltsverzeichnis zu betrachten. Er zeigt auf, was das Duo zu bieten hat, und dazu lädt er ein, dabei zu bleiben. Die zauberhafte Stimme der Sängerin Ninfa bleibt im Hintergrund, die Klänge der Instrumente stehen klar im Vordergrund. Das ändert sich im zweiten Song ein wenig, Ninfa tritt nun scheinbar hervor und berichtet von Verlust und Trauer. Auch hier ist der elfenhafte Sound grandios inszeniert.

Aber nein, Dhyamara machen nicht nur leichten Sound, der zum Shisharauchen animiert und um wehmütigen Gedanken hinterher zu hängen. Mit „Moonlight“ kommt Bewegung und Dynamik in die Musik, ohne dass Dhyamara von ihrer Linie abweichen. Auch hier ist es eine Mischung aus Dark Wave und Folkeinflüssen. Fans von Elane und Quantal werden mit den Italienern ihren Spaß haben.
Auffallend ist, dass der Beginn der Songs immer etwas mehr Antrieb hat, die Songs dann aber flach auslaufen, was keineswegs schlecht ist, aber auf Dauer eintönig und langweilig wirkt. Eine willkommene Abwechslung ist  „Now In My Eyes“, der eine schnellere Geschwindigkeit inne hat und diese bis zum Schluss beibehält.
 
Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass Ninfas Stimme keine Ecken und Kanten aufweist. Sie klingt rein, sanft und sie beherrscht die Töne 1A, aber das reicht nun nicht, um im Ohr zu bleiben.

Mit „Luna Errante“ bringen Dhyamara einen Song in ihrer Muttersprache und die italienische Sprache, steht dem Song gut zu Gesicht, aber auch hier wird der Hörer nicht mit etwas neuem überrascht, auch der Song plätschert leise dahin. Auch der komplett instrumentale Song „For Elise“ ist ein schöner, ruhiger Song mit extrem viel Folk-Einfluss, aber auch nicht mehr.

Dhyamara bieten auf ihrem Debütalbum elf Songs, die wunderschön zusammen gestellt wurden. Song für Song bieten sie einen zauberhaften Weg, dem stressigen Alltag zu entfliehen. Was dem Album einfach fehlt, genauso wie Ninfas Stimme, sind Ecken und Kanten. Es gibt keinen Ausreißer, weder nach oben noch nach unten, und so verliert sich das Album in mystischen Klängen. Es als Hintergrundmusik für das wiederholte Lesen von Tolkiens „Herr Der Ringe“ zu nutzen, wäre vielleicht zu fies gesagt, denn dafür ist das Album künstlerisch einfach zu gut gemacht. Es bleibt zu hoffen, dass der Titel keine Zukunftsaussicht ist, denn auch wenn hier viel Kritik den Weg ins Review gefunden hat, ist das Album gut gemacht und bietet eine zauberhafte Mischung aus Synthpop und Dark Wave.

comments powered by Disqus

Top-Stimmung in der Markthalle auch an einem Mittwochabend

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands