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Devin Townsend Project: Transcendence

Reise irgendwohin ins Universum und darüber hinaus
Wertung: 8.5/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 64:16
Release: 09.09.2016
Label: InsideOut

Bei der Musik, die Devin Townsend schreibt und performt, verwundert es eigentlich ein bisschen, dass er jetzt erst auf die Idee kommt, ein Album herauszubringen, das „Transcendence“ heißt. Gerade unter dem Banner des Devin Townsend Projects gehen poppig-eingängiges Songwriting und ausufernde Arrangements stets in einzigartiger Weise Hand in Hand und führten immer zu spannenden Platten, deren Material sich häufig schnell einprägte, bei dem unter der Oberfläche aber jede Menge Details schlummerten, die auf ihre Entdeckung warteten. Opulent, vielschichtig und mit einem modernen, knackigen, aber sehr spacigen und entrückten Sound versehen, hat man bei Devin oftmals das Gefühl, sich auf einem irren Weltraumtrip in entfernte Sphären zu befinden.

Da ist eine Platte mit dem Titel „Transcendence“ irgendwie nur konsequent und es versteht sich von selbst, dass die darauf enthaltenen Songs tatsächlich einmal mehr ein entsprechendes Gefühl von Transzendenz und endloser Weite vermitteln. Auch das Coverartwork, das von einer Figur dominiert wird, die an eine indische Göttin erinnert, passt entsprechend gut zu diesem Konzept.

Spätestens bei „Stormbending“ ist man längst wieder im Devin Townsend’schen Kosmos angekommen und muss von den bombastischen orchestralen Elementen und den ätherischen Vocals des Meisters völlig eingenommen sein; beim eröffnenden Instrumental „Truth“ handelt es sich noch um eine Art überlanges Intro, wenn man so will. Fans aber wird dieser Titel natürlich bekannt sein, denn bereits auf Devs 1998er Album „Infinity“ war die Nummer in einer ungleich roheren Version zu hören gewesen. Warum der Kanadier das Bedürfnis verspürte, das Stück neu aufzunehmen, wäre noch zu klären, zweifellos aber passt es gut zum folgenden Material und wurde logischerweise besser produziert als die damalige Aufnahme.

„Failure“ kommt härter, stampfender und Riff-orientierter daher, freilich ohne auf die futuristisch-symphonische Opulenz zu verzichten. Der losgelöste Refrain mit den sich himmelhoch türmenden, erhabenen Gesangsharmonien spricht da eine klare Sprache und das perlende, Wah-Wah-getränkte Gitarrensolo schlängelt sich wunderbar zwischen die Gesangspassagen ein und verleiht die zusätzliche Würze.

Alles in allem fließt „Transcendence“ mehr in einem Guss als beispielsweise „Epicloud“, wo die Songs noch eher für sich standen, was sich auch in den Songlängen zeigt, die auf der vorliegenden Platte meist ausladender geraten sind. „Secret Sciences“, „From The Heart“ und das fast zehnminütige „Higher“ folgen behutsamen Aufbauten und dass sich letzteres in der Mitte des Albums befindet, dürfte kaum ein Zufall sein. Mit Akustikgitarre und schmeichelndem Gesang beginnend, werden einmal mehr Erinnerungen an die „Ghost“-Scheibe und das Casualties Of Cool-Projekt wach, schnell jedoch mutiert das Epos zu einem vielfältigen, trippigen Stück, das alle möglichen Townsend-Phasen streift und unter anderem auch die härtesten Sequenzen der CD enthält – ein Schelm übrigens, wer bei dem Titel Böses denkt.

Mit „Stars“ liegt dann allerdings doch eine in Sachen Ohrwurm-Qualitäten hervorstechende Komposition vor – bei dem wundervollen Chorus mit seiner hübschen Modulation muss jeder Hevy Devy-Gourmet mit der Zunge schnalzen. Auch „Offer Your Light“ hat einen sehr eingängigen Refrain zu bieten – hier hat außerdem wieder einmal Devins Lieblingssängerin Anneke van Giersbergen einen Gastauftritt. Beeindruckend ist ebenfalls der Titelsong, bei dem, ganz seiner Namensgebung entsprechend, der Bombastfaktor noch einmal erhöht wurde, und wieder Goldkehlchen Anneke mitmischt.  

Wie nicht anders zu erwarten, enttäuscht Tausendsassa Devin Townsend seine Fans auch mit seinem 17. (!) Studioalbum in keinster Weise, im Gegenteil: Wie erwähnt, fließt „Transcendence“ ganz wunderbar, lädt zu Kopfhörersessions ein, bei denen man sich in weite Fernen irgendwohin ins Universum und darüber hinaus entführen lassen kann, hat dennoch auch harte und eingängige Momente zu bieten – was will man als Fan des Kanadiers mehr? Auch das Ween-Cover „Transdermal Celebration“ am Ende der Platte wurde im Übrigen gut ausgewählt und fügt sich nicht nur wegen des schrägen Titels glänzend ein.

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