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Devil You Know: The Beauty Of Destruction

Es warten einige positive Überraschungen
Wertung: 8,5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 47:01
Release: 25.04.2014
Label: Nuclear Blast Records

Anfang 2012 ereilte uns die Nachricht, dass Killswitch Engage-Frontbrüller Howard Jones sich von seiner Band getrennt hatte. Zurück kam Altsänger Jesse Leach, was sicherlich eine wunderbare Entscheidung war – wehmütig blickte man jedoch auf die vielen Songs mit Jones am Mikro zurück. Bereits damals „drohte“ der Ami aber, dass er sich nicht gänzlich aus dem Musikgeschäft zurückziehen werde. Ob er sich mittlerweile gesundheitlich ein wenig erholt und sich medikamentös auf seine Diabetes eingestellt hat, ist Spekulation – Tatsache ist aber, dass jetzt mit Devil You Know eine neue Band und mit „The Beauty Of Destruction“ direkt das erste Full-Length-Album vor der Tür steht.

Die wesentliche Struktur, die man auch von Killswitch Engage kennt, bleibt uns erhalten – Modern Metal gibt es auf die Lauscher. Jones präsentiert wieder das, was er am besten kann, nämlich eine Kombination aus fiesem Gebrüll und himmlischem Klargesang. Allerdings werden auch mal Experimente gewagt – kein Wunder, bei dem Line-Up. Neben Jones tummeln sich nämlich All Shall Perish-Gitarrist Francesco Artusato, Drummer John Sankey, der auch schon mal bei Fear Factory für das Livegeprügel zuständig ist, und die beiden Bleeding Through-Mitglieder Ryan Wombacher und Roy Lev-Ari. Produziert wurde „The Beauty Of Destruction“ von Logan Mader, der in der Vergangenheit bei Machine Head und Soulfly die Seiten zupfte und sich für’s Mixing die Szenegröße Zeuss ins Boot holte (unter anderem Mixing für Hatebreed und Suicide Silence). Hierbei handelt es sich also um ein Allstarprojekt an allen Ecken und Enden.

Nun zum wichtigsten Teil: der Musik. Beim ersten Durchlauf fällt sicherlich unter anderem als Erstes „Seven Years Alone“ positiv auf: Mit viel Groove und deftigem Geschrei wird hier auf einen klaren Ohrwurmrefrain hingearbeitet, der Jones‘ Stimme perfekt zur Geltung bringt. Im Nachhinein betrachtet wäre der Track wahrscheinlich eine passendere Vorabsingle gewesen als der Opener „A New Beginning“, der zwar vom Titel recht gut passen mag, aber doch einige klischeehafte Versatzstücke aus der Modern-Metal-Truhe verbrät.

Recht überraschend kommt dann „For The Dead And Broken“ daher, bei dem von vornerein auf Gesang statt Geschrei gesetzt wird – in eine ähnliche Schiene zielt auch „It’s Over“, das aber mit einem wesentlich kräftigeren Refrain überzeugen kann. Eine schöne Mischung, die hier herrscht und die Devil You Know als eigenständige Band klassifiziert.

„The Killer“ kommt dann mit geilem zweistimmigem Gesang im Refrain daher und verfügt über einen wunderbaren, perlenden Gitarrenpart, der aber eher verstörend denn entzückend wirkt. Genialer Song!  „Shut It Down“ mag im ersten Moment an Killswitch Engage erinnern, beinhaltet aber eine viel rohere Aggression als die Songs der Grammygewinner – wie eine Bombe geht der Track plötzlich hoch, fiesestes Gebrüll wird vom Doublebass unterstützt, nur um dann rasch in den klar gesungenen Refrain umzuschwingen – ein schöner Schachzug!

Fazit: „The Beauty Of Destruction“ benötigt ein paar Durchläufe, um zu wirken. Nach zwei, drei Runden hat man zwar schon ein paar Favoriten aussortiert, die kleinen Feinheiten erschließen sich aber erst bei genauerem Hinhören. Und das ist auch gut so.

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