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Devil's Train: II

Guter Hardrock - nicht mehr, aber auch nicht weniger
Wertung: 6,5/10
Genre: Hardrock
Spielzeit: 51:04
Release: 23.01.2015
Label: EarMusic/Edel

Es ist doch immer wieder überraschend, wie es einer Band, die in der Lage ist eine zweistellige Anzahl an Songs aus dem Nichts zu erschaffen, an der Kreativität für einen besseren Albumtitel als eine simple Nummerierung mangeln kann. Aber Meinungen gehen auseinander und was der eine als Kreativitätslosigkeit auslegt, wird von einem anderen womöglich als Schlichtheit gepriesen. Und Schlichtheit ist tatsächlich kein schlechtes Stichwort, denn wie der Albumname schon andeutet, sind Devil’s Train auch in lyrischer Hinsicht nicht gerade ein anspruchsvoller Hochgenuss. Müssen sie allerdings auch nicht sein, denn das Quartett spielt simplen aber guten Hardrock. Und zwar von der Sorte, die einen von der ersten Sekunde an unwillkürlich das Gaspedal durchdrücken lässt. Als Referenzen könnte man gerade im Hinblick auf die früheren Songs des Albums Mr. Big und Black Stone Cherry nennen, deren immer deutlicher hervortretende Southern-Rock-Einflüsse sich auch bei Devil’s Train finden.

Die erste Nummer, namentlich „Down On You“, zeigt dann auch schon deutlich auf, wo es in  der kommende Dreiviertelstunde hingehen soll beziehungsweise wird. Pausenlos drückt der von einem druckvollen Riffing getragene Song nach vorne. „Hollywood Girl“ schlägt dann auch in exakt die selbe Kerbe, macht Spaß, fällt aber fast schon ein bisschen zu ähnlich zum Opener aus. Titel Nummer drei unterscheidet sich dann zumindest im Intro von seinen beiden Vorgängern, insgesamt zeichnet sich aber schon hier ab, dass Devil’s Train zwar mit drückendem Hard Rock begeistern, aber nicht wirklich mit stilistischer Vielfalt überzeugen können. Zumindest das Tempo wird im weiteren Verlauf des Albums allerdings ein wenig variiert und so kommt beispielsweise „Mr. Jones“ etwas ruhiger daher und lässt die Southern-Rock-Elemente deutlicher hervortreten.

Im zweiten Teil lässt das Album allerdings leider leicht nach. Viele der Songs klingen verdächtig ähnlich und das immer gleiche Kompositionsschema nutzt sich einfach mit der Zeit ab. Ein bisschen zumindest, denn Spaß machen die Songs trotzdem noch. Unter den letzten fünf Songs finden sich dann allerdings auch zwei Cover und so gut diese auch aufgearbeitet sind, so bleibt eben doch die Frage, ob Devil’s Train hier ähnlich wie beim Albumnamen nicht einfach die Ideen ausgegangen sind. Die Songs machen natürlich Spaß und ein Cover findet sich ja auf so mancher Platte, das zweite hätte allerdings vielleicht nicht unbedingt sein müssen. Immerhin kann das Quartett, das sich ganz am Rande übrigens aus dem Frontmann von Mystic Prophecy sowie zwei (ex-)Stratovarius-Mitgliedern zusammensetzt, auch mit den Eigenkompositionen durchaus überzeugen und dürfte trotz stilistischer Einöde gerade live auf viel positive Resonanz stoßen.

Alles in allem macht das Zweitwerk der Band vor allem eines: Spaß! Zwar erfinden die vier Musiker das Rad nicht neu, kreieren aber immerhin eine sehr gut hörbare Mischung aus Hard und Southern Rock. Zwar fehlen die ganz großen Momente und auch ein leichter Qualitätsverlust ist mit zunehmender Spielzeit nicht von der Hand zu weisen, „II“ ist allerdings trotzdem noch immer ein knapp überdurchschnittliches Album, das man zumindest Genreliebhabern jederzeit bedenkenlos empfehlen kann.

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